Home Gemeinden In-/Ausland Sport Magazin Agenda
Uznach
19.11.2019
18.11.2019 19:09 Uhr

Opposition gegen Umfahrung

Nach den NEIN Voten zum Zentrum Kaltbrunn und der Avenida in Rapperswil-Jona kündigt sich nun auf Opposition gegen die Umfahrung Uznach an.

In einer Medienmitteilung schreibt die Roger Zahner im Namen der IG Mobilität Region Uznach:

Umfahrung bringt Mehrbelastung!

An ihrer letzten Mitgliederversammlung bekräftigte die IG Mobilität Region Uznach (IGMRU) ihre kritische Position zum überrissenen Umfahrungsprojekt von Uznach. Mit der Umfahrung wird viel Land zubetoniert, mehr Verkehr generiert und für das Städtli wird der Bevölkerung ein Idealzustand vorgegaukelt. Die Bevölkerung von Uznach soll zwingend über dieses Generationenprojekt abstimmen können. Zudem braucht es ein «Nein» zum Projekt, damit überhaupt Alternativen diskutiert werden können.

Beim Kanton schreitet die Projektierung der Umfahrung Uznach voran. Im Sommer 2020 soll das ausgearbeitete Projekt den betroffenen Gemeinderäten zur Stellungnahme vorgelegt werden. Dass die Realisierung der Umfahrungsstrasse immer näher rückt, nehmen auch immer mehr Bewohnerinnen und Bewohner wahr.

Im Umfahrungsperimeter erfolgen verschiedenste Probebohrungen und besorgte Uznerinnen und Uzner wenden sich vermehrt an die IG Mobilität Region Uznach (IGMRU). Die Situation macht sie unsicher und sie sind der Meinung, dass man sich jetzt unbedingt dagegen wehren müsse.

Nur die Umfahrung steht momentan zur Diskussion

Der IGMRU sind momentan aber die Hände ebenfalls gebunden, wie sie an ihrer letzten Mitgliederversammlung erneut deutlich machte. Die Region Zürichsee Linth und der Kanton haben entschieden, dass das Umfahrungsprojekt bis zur Umsetzungsreife gebracht wird.

Alternative Möglichkeiten, um die Verkehrssituation in Uznach zu verbessern, werden aktuell weder diskutiert noch geplant. Die Planung verläuft eingleisig. Erst wenn das Umfahrungs-Projekt vorliegt und der Gemeinderat Uznach seine Stellungnahme für das fakultative Referendum öffnet, kann sich die Bevölkerung dazu äussern.

Die IGMRU hat schon lange beschlossen, mit einer Unterschriftensammlung das Referendum gegen das Projekt zu ergreifen und so der Uzner Bevölkerung eine Mitsprache zum Gross-Projekt zu ermöglichen.

Umfahrung zerstört Naherholungsraum und bringt Mehrbelastung

Uznach hat durchschnittlich lediglich 30 bis 40% Durchgangsverkehr, was auch die Verkehrszählung der Gemeinde Uznach im Jahr 2017 bestätigt hat. Deshalb ist es schlicht Täuschung, wenn der Bevölkerung weiss gemacht werden soll, das Städtchen werde mit der Umfahrung zu einer verkehrsberuhigten Zone mit hoher Aufenthaltsqualität.

Immer noch werden zigtausend Fahrzeuge täglich das Städtchen befahren. Daran wird die Umfahrung wenig ändern. Im Gegenteil: Die Umfahrung führt zum Zubetonieren von Naherholungsraum und Kulturland und sorgt für eine weitere Verkehrszunahme, was nicht im Sinne des Klimas sein kann.

Es gibt Alternativen

Nur die Ablehnung des Umfahrungsprojekts an der Urne führt dazu, dass Alternativen diskutiert werden können. Die Mitglieder der IGMRU sind überzeugt, dass es interessante Alternativen gibt, welche eine bedeutende Verbesserung der Verkehrssituation (z.B. Verkehrsverminderung, Verkehrsfluss und Staureduktion) bringen können ohne die grossen Nachteile einer Umfahrungsstrasse.

Dazu gehören zum Beispiel die Nutzung bestehender Strassenverbindungen zwischen der Uznacherstrasse in Kaltbrunn und der Benknerstrasse, eine Steinenbachumleitung kombiniert mit einer Bahnunterführung, ein Dosiersystem bei geschlossener Bahnbarriere oder der oft genannte Gross-Kreisel im Bahnhofsquartier.

Die IGMRU hat schon 2014 mit einer Sammlung von Ideen (siehe www.igmru.ch > Argumente) aufgezeigt, dass verschiedenste umsetzbare Alternativen mit nachhaltiger Wirkung vorhanden sind.

Linth24/MAL