Uznach
24.05.2019

GEWERBE UZNACH MACHT SICH SORGEN UM DAS STÄDTCHEN

Umfahrungsstrasse und Entwicklung des Zentrums Uznach waren die beiden Hauptthemen an der Hauptversammlung des Gewerbes.

Handwerker, Gewerbetreibende und Industriebetriebe trafen sich zur ordentlichen Jahresversammlung im Restaurant Linthpark Uznach. In seinem Jahresbericht erwähnte Präsident Mario Grob die zahlreichen Anlässe im vergangenen Jahr. Das Ziel bleibt es, die Mitglieder bestmöglich untereinander zu vernetzen. Bei öffentlichen und politischen Fragen werde der Verein nach Aussen weiterhin eine klare Haltung vertreten. Auch im laufenden Jahr sind Betriebsbesichtigungen, Fyrobigtreffen, Frauenanlässe und der Sonntagsverkauf geplant. Monika Böckmann orientierte über den Kassastand und bemerkte, dass die Geschenkgutscheine immer noch ein Renner sind. Die positive Bilanz erlaubt es, den Mitgliederbeitrag nicht zu erhöhen.

Martin Meier tritt zurück

Martin Meier prägte über 15 Jahre das Gewerbe-Uznach als Vorstandsmitglied und setzte viele Meilensteine. Sein Hauptanliegen war die Weihnachtsbeleuchtung. Hier setzte er sich für die Anschaffung, Erneuerung und Montage ein. Aber auch bei Grossanlässen übernahm er verschiedene Funktionen. Nun hat er seinen Rücktritt eingereicht. Als Nachfolger im Vorstand wurde Christian Kobler, Geschäftsführer der Kobler-Plattenbeläge GmbH gewählt. Die Vorstandsmitglieder Mario Grob, Regula Löffel, Monika Böckmann, Tamara Stoob, Nadine Crotti und David Wagner wurden wieder für zwei Jahre gewählt.

Regula Löffel: Auch nach 30 Jahren voll dabei

Seit 30 Jahren betreut Regula Löffel  das Sekretariat und Vizepräsidium im Vorstand des Gewerbe-Uznach. Sie kennt man als zuverlässige und dynamische Wegbegleiterin.  Dass Regula Löffel nach 30 Jahren noch Spass an ihrer Arbeit hat, schreibt sie dem guten Work-Life und dem freundschaftlichen Kontakt mit Gewerbetreibenden zu. Ihre besonderen Marksteine sind die Gewerbeschauen 1993/ 2003 und 2013. Die Versammlungsbesucher bedankten sich mit Standing Ovation.(Titelbild: Regula zusammen mit Präsient Mario Grob)

Mehrere Sorgen des Gewerbes

Der Tod DES Unternehmers Robert Bissig und Geschäftsaufgaben führten zu einem Mitgliederschwund. Mit verschiedenen Aktionen und Anlässe konnten die Ladenbetreiber im Städtchen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Trotzdem wurden in den Geschäften massive Umsatzrückgänge verzeichnet. Gewünscht wird ein attraktives Detailhandelgeschäft. Auch wenn das Restaurant «Blume» wieder geöffnet wird, fehlt immer noch ein Speiselokal. Einen Schritt ins neue Zeitalter macht das Gewerbe-Uznach beim Versenden von Einladungen und Informationen. Dies werden nicht mehr mit der Post, sondern per E-Mail zugestellt.

Die Zukunft von Uznach

Eingehend orientierte Präsident Mario Grob über das Entwicklungskonzept Zentrum Uznach, Ladenschliessung, Masterplan und Umfahrungsstrasse. Bei einem Workshop konnten die «Lädeler» des Zentrums ihre Interessen anbringen. Das Gewerbe-Uznach erachtet die Situation und Entwicklung von Uznach als sehr wichtig. Entscheidend ist, dass bei weiteren Plänen und Umsetzung das Gewerbe, vor allem jedoch die Ladenbetriebe im Städtchen in die Projekte miteinbezogen werden. Mit Interesse wurden die Vorstellungen und Ideenvielfalt rund um die Neugestaltung des Städtchens verfolgt. Mit der geplanten Umfahrungsstrasse A53 soll das Städtchen zur Gemeindestrasse werden. Das wäre eine einmalige Gelegenheit die Zone umzugestalten. Vorgesehen ist eine Reduktion des Durchgangsverkehrs auf die Hälfte. Dies sei ungenügend, denn das bringe immer noch rund 8000 Fahrzeuge pro Tag ins Zentrum.

Parkplatzsorgen

Das Parkplatzproblem nimmt kein Ende. Auch wenn der Durchgangsverkehr reduziert werden könnte, fehlen immer noch genügend Parkplätze. Das Gewerbe Uznach hält es angezeigt, dass eine optimale Linienführung angestrebt wird. Erarbeitet werden müsse eine optische, akustische und siedlungsplanerische Lösung. Mario Grob appellierte an das Gewerbe aktiv an den Planungsarbeiten mitzuwirken. Er ist überzeugt, dass künftig Gewerbe und Detailhandel eine wichtige Rolle in der Gestaltung und Mitsprache einnehmen müssen. Das Bekenntnis zum Industrie-, Gewerbe- und Einkaufsstandort Uznach muss gestärkt und geprägt werden. Mario Grobs Schlusssatz an die Teilnehmer: «Wir alle sind gefordert, nutzt die Chance auch zu präsentieren».

Werner Hofstetter