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Lifestyle
25.10.2019
17.05.2020 22:55 Uhr

Coop&Manor: Aus für Plastiksäcke

Die beiden Detailhändler werden vom 1. Januar 2020 keine Gratis-Plastiksäcke mehr abgeben.

Medienmitteilung von Manor

Ab 1. Januar 2020 beendet Manor die kostenlose Abgabe von Papier- und Plastiksäcken in all ihren Warenhäusern und Supermärkten. Damit setzt die grösste Schweizer Warenhauskette die von der Swiss Retail Federation und IG Detailhandel Schweiz erweiterte Branchenvereinbarung ein Jahr vor der offiziellen Frist um. Im Oktober 2016 schlossen die Swiss Retail Federation und die IG Detailhandel eine «Branchenvereinbarung zur Verringerung des Verbrauchs von Einweg-Plastiksäcken» ab. Ziel der Branchenvereinbarung war es, den Verbrauch dieser Säcke im Detailhandel bis 2025 um rund 70 bis 80 Prozent zu verringern. Bereits im Jahr 2018 stellte man fest: Der Verbrauch der Einweg-Plastiksäcke ist gegenüber dem Jahr 2016 um 86% zurückgegangen.

Nun gehen die beiden Organisationen – und Manor als grösste Schweizer Warenhauskette – den nächsten Schritt und erweitern die Branchenvereinbarung um Mehrweg-Plastiksäcke. Der Geltungsbereich betrifft ab sofort nicht mehr nur den Lebensmittel-, sondern auch den Non Food Bereich. Zusätzlich stellt Manor per 1.1.2020 die Abgabe kostenloser Papiersäcke ein, um natürliche Ressourcen zu sparen und umweltschonend zu agieren. Wo Plastiksäcke als Erstverpackungen eingesetzt werden, beispielsweise bei Früchten und Gemüse, oder aus hygienischen Gründen notwendig sind, bleiben sie weiterhin kostenlos. Derzeit prüft Manor in verschiedenen Supermärkten kunststofffreie Alternativen zu den sogenannten «Rüschlisäcken».  

In ihren Food Supermärkten bietet Manor bereits seit Jahren als Alternative zu Plastiksäcken und gegen eine geringe Gebühr eine große Auswahl an Taschen, darunter wiederverwendbare synthetische Faltbeutel und Nylontaschen, die extrem widerstandsfähig sind. Die Erlöse fliessen in diverse Nachhaltigkeitsprojekte. Zudem lancierte das Unternehmen im Sommer 2019 eine neue Kollektion von faltbaren, neu designten Mehrwegtaschen mit Schweizer Städten als Motiv. «Diese Taschen wurden hervorragend angenommen, daher werden wir die Kollektion ausweiten. Indem wir die Attraktivität von Mehrwegtaschen erhöhen, fördern wir ein nachhaltiges Konsumentenverhalten und bieten kundenfreundliche Alternativlösungen zu Plastik», sagt Marc Scherrer, Leiter Nachhaltigkeit bei Manor.

Medienmitteilung von Coop

Ab 1. Januar 2020 werden schweizweit in sämtlichen Detailhandelsformaten der Coop-Gruppe keine Plastiksäcke mehr kostenlos abgegeben. Damit setzt die Basler Detailhändlerin die neue, erweiterte Branchenvereinbarung zügig um. Coop wird zudem mit ökologischen Alternativen möglichst nachhaltige und kundenfreundliche Lösungen anbieten.
 
Die freiwillige Branchenvereinbarung von 2016 zur Reduktion von Einweg-Plastiksäcken hat sich bewährt. In den Coop-Supermärkten konnte der Verbrauch der sogenannten Raschelsäckli seither um über 85 % gesenkt werden. Damit spart Coop pro Jahr rund 850 Tonnen Neu-Plastik ein. Nun wird die Branchenvereinbarung durch die Swiss Retail Federation sowie die IG Detailhandel Schweiz per Ende Jahr um mehrfach verwendbare Plastiksäcke erweitert und der Geltungsbereich auf den Bereich Non-Food ausgedehnt.

Rasche Umsetzung

Coop verzichtet schon ab nächstem Jahr auf die Gratisabgabe aller Arten von Plastiksäcken an sämtlichen Kassen im ganzen Detailhandel. Betroffen davon sind Coop Bau+Hobby, Coop City, Interdiscount, Fust, Coop Vitality sowie Import Parfumerie; die übrigen Formate geben bereits heute keine Plastiksäcke mehr ab. Damit wird umgesetzt, was in den Supermärkten erfolgreich praktiziert und von den Kundinnen und Kunden geschätzt wird. Und wie in den Supermärkten, werden die Plastiktaschen auch im Non Food weiterhin angeboten, wenngleich gegen eine geringe Gebühr. Der Erlös fliesst auch hier in den Coop Fonds für Nachhaltigkeit, mit dem Coop innovative und nachhaltige Projekte unterstützt.

Ökologische Alternativen
Dass es auch ohne Plastik geht, hat Coop im Lebensmittelbereich mit ökologischen Alternativen bereits bewiesen. Durch die Einführung der Mehrwegbeutel (Multi-Bag) bei Früchten und Gemüsen beispielsweise erreichte Coop einen Rückgang der Einwegplastiksäcke um über 10 %. Auch für die Non-Food-Bereiche erarbeitet Coop gegenwärtig eine nachhaltige Lösung als Alternative zu den herkömmlichen Plastiksäcken, zum Beispiel mittels Recyclingmaterial oder auf Basis von Zellulose. Damit haben die Kundinnen und Kunden von Coop künftig die Wahl: Sie können Plastiksäcke bei Bedarf weiterhin verwenden oder auf deren Gebrauch verzichten und auf eine ökologische Alternative zurückgreifen.

Weniger Plastik bei Coop
Seit 30 Jahren setzt sich Coop für Nachhaltigkeit ein und bietet eines der grössten Sortimente an ökologischen Produkten. Dazu gehört ein transparentes und konsequentes Engagement in Sachen Plastikreduktion. Die Umstellungen auf nachhaltige Alternativen erfolgt Schritt für Schritt. Hier wird laufend über die Plastikreduktion von Coop informiert: https://www.taten-statt-worte.ch/de/aktuelles/oekologisch-verpackt.html.

Linth24 / OM