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Fussball
25.09.2020
25.09.2020 18:04 Uhr

FCRJ braucht Zuschauer, aber auch Gönner

FCRJ-Medienchef Rolf Lutz (l.) im Gespräch mit Präsident Rocco Delli Colli.
Der FCRJ orientierte seine Mille per Mille-Mitglieder im Dieci al Lago. Fussball braucht nicht nur Zuschauer, sondern auch Gönner.

Am vergangenen Mittwochabend in einem sorgenvollen Jahr trafen sich die Mitglieder der Vereinigung «Mille per Mille» des Fussballclubs Rapperswil-Jona zu einem geselligen Treffen. Moderiert wurde der Anlass vom Mediensprecher des FCRJ Rolf Lutz. 

Grosses Interesse der Mille per Mille Mitglieder.

Schwierige Zeit

«Der Club hatte eine schwierige Zeit zu bewältigen», schaute FCRJ-Präsident Rocco Delli Colli in seiner Begrüssungsrede auf die letzten Monate zurück. «Von November 2019 bis August 2020 fanden keine Spiele  mehr statt – aufgrund des Lockdowns wurde sogar der ganze Spiel- und Trainingsbetrieb komplett eingestellt. Doch nun schauen wir wieder nach vorne.»

Neuer Trainier und neue Spieler

Ein neuer Trainer und neue Spieler sollen den Club in eine erfolgreiche Zukunft führen. Delli Colli: «Nach dem Abstieg in die Promotion League konzentrieren wir uns noch verstärkter auf die Nachhaltigkeit. In der Region gibt es Tausende Kinder, die Fussball spielen. Es braucht deswegen eine langfristige Sicht.» 

Mit dem neuen Trainer, so der umtriebige Präsident weiter, hätte der Club einen Ausbildner an der Seitenlinie, der diese Weitsicht unterstützt. «Wir konzentrieren uns nicht so stark auf die Tabelle, trotzdem wollen wir unbedingt mindestens 60 Punkte erreichen», verriet Delli Colli den anwesenden Gästen.

Kleineres Budget wegen Corona Einschränkungen

Der Club musste mit einem kleineren Budget in die Saison starten, denn budgetierte Einnahmen fehlten wegen der Corona-Einschränkungen. Spieler und Staff haben grösstenteils auf einen Teil des Lohns sowie auf Spesen verzichtet. Der präsidiale Dank ging am Schluss seiner Rede auch an die Stadt.

Bei der Verabschiedung von Jonas Elmer & Roman Güntensperger konnten zwei glückliche Gewinner die Trikots gewinnen.

Verabschiedung zweier Spieler

Bei einem launigen und mit Anekdoten gespickten Interview wurde danach der ehemalige FCRJ-Verteidiger Jonas Elmer, der seine lange Karriere im Profibereich Ende letzte Saison beendete, in den «Ruhestand» verabschiedet. Roman Güntensperger, ein weiterer verdienter FCRJ Spieler, der den Aufstieg und die Challenge League-Zeit ebenfalls massgeblich mitprägte und nun beim FC Linth spielt, konnte wegen eines Auslandsaufenthalts nicht persönlich an seiner Verabschiedung teilnehmen. 

Vorstellung von Trainer Iacopetta (m.) und seinem Assistenten René Waldvogel (l.).

Neuer Trainer und Assistenztrainer

Grosses Interesse zeigten die Anwesenden auch an der Vorstellung des neuen Trainers der 1. Mannschaft, Brunello Iacopetta und seinem Assistenztrainer René Waldvogel. Das Duo wird die nächste Zeit intensiv dazu nutzen, die neue Mannschaft kennenzulernen. Iacopetta: «Wir wollen attraktiven und cleveren Fussball spielen, um die hohen Ambitionen zu erfüllen.»

Auch das Kulinarische kam an dem Abend nicht zu kurz.

Das Liberi-Projekt

Den Abschluss des Abends bildete die Vorstellung des Liberi-Projekts. Das Liberi-Projekt steuert und leitet die diversen sozialpädagogischen Prozesse der über 30 Mannschaften im Verein. Der FCRJ war schweizweit der erste, mittlerweile immer noch einer der wenigen Clubs, welcher nebenamtlich einen pädagogischen Berater eingestellt hat, um bei Konfliktsituationen professionell zu agieren. Ohne Sponsoren und Gönner kann der FCRJ seine wichtige Funktion im Jugend- und Breitensport nicht erfüllen. 

Markus Arnitz, freier Mitarbeiter Linth24