Leserbrief
Rapperswil-Jona
17.09.2019

Leserbrief zu den Massenkündigungen

Bild: Google Maps
Zu den 102 Wohnungs-Kündigungen im Bollwies in Jona schrieb uns eine Leserin diesen Brief. Sie lebte ebenfalls in einem sanierungsbedürftigen Haus.

Bei so einem Projekt gibt es keinen Weg der für alle passt. Wir sind eine junge Famile und wohnen bei den Häusern Bühlstasse 4 - 8 welche in 2017/18 ebenfalls einer Totalsanierung unterzogen wurden. Uns wurde nicht gekündigt.

Wir mussten aber auf Grund des Umfanges, der Lärm- und  Schmutzbelastung sowie kein Wasser, kein Strom im Verlauf der Sanierung in eine Ausweichwohnung umziehen, mit all was uns gehört und dann wieder zurück.

Dies war auch eine sehr schwierige Situation und beinahe untragbar und nervlich eine Herausforderung. Rückblickend finden wir, wäre eine frühe Kündigung und ein Umzug  die für uns bessere Lösung gewesen.

Zumal der Mietzins sich nach der Sanierung dem Markt anpasst und mit einer  Erhöhung von ca. 100 CHF/ Zimmer gerechnet werden muss.

Bei uns ist das so eingetreten, was rein rechtlich nach OR auch so seine Richtigkeit hatte.

Man muss eben auch die Kehrseite in Betracht ziehen. Wir finden die Entscheidung der St. Galler Pensionskasse richtig, die Wohnungen zu entmieten. 1 Jahr auf der Baustelle in dem Umfang, raubt einem viel Nerven und ist kein Leben, insbesondere für nicht berufstätige Menschen, die viel zuhause sind!

Wir könnten uns vorstellen, dass die St. Galler Pensionskasse die Wohnung nach Sanierung den Parteien, die gekündigt wurden, zum neuen Mietzins wieder anbieten würde.

Linth / Namen der Leserin ist der Redaktion bekannt
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