Reisen
17.09.2019
18.09.2019 06:39 Uhr

Lachsfischen auf dem Hoch Ybrig

Wer Lachse fischen will, muss bald nicht mehr weit reisen. Bereits ab nächster Saison soll Lachse fischen am Seeblisee möglich werden.

Das Privileg, einmal einen Lachs mit der Fliege zu erbeuten, steckt wohl im Hinterkopf  oder auf der Wunschliste eines jeden Fliegenfischers. Normalerweise muss man dafür ziemlich weit reisen: Skandinavien, Kanada oder Alaska zählen wohl zu den beliebtesten Zielen und entsprechend hoch sind die damit verbundenen
Kosten. Das könnte sich bald ändern !

Wenn sich das vom Bund genehmigte und der Freizeit-Region Ybrig unterstützte Projekt  des bekannten Lachszüchters Yves Sacher erfolgreich umsetzten lässt, können Hobbyfischer ab der Saison 2020 im Seeblisee ihre Fliegenruten schwingen und mit etwas Glück und Können einen der kürzlich eingesetzten Lachse erbeuten. Die Brütlinge wachsen nämlich sehr schnell und sollten bis dahin das festgesetzte Mindestmass von 28 cm erreicht haben. Und das zum Preis von Fr. 20.- für ein Tagespatent, nota bene !

Der Seeblisee war bis anhin im Sommer ein beliebtes Ausbildungsziel für angehende Fliegenfischer und auch das Eisfischen auf dem gefrorenen See erfreute sich grosser Beliebtheit. Saiblinge und Regenbogenforellen galten bislang als Objekte der Begierde.
Aber mit dem Besatz von Japanischem Kirschlachs aus der Fischzucht von Yves Sacher im Zürcherischen Wald erhält dieses idyllische Kleinod auf 1400 m eine wohl einzigartige Attraktion.

Ein ausgewachsener Kirschlachs ( Milchner ) d.h. ein männliches Tier, bei der Besamung der Eier.

Diese Unterart des pazifischen Lachses wurde bislang als "Bachtellachs" vermarktet und genoss bei Feinschmeckern und Gastro-Köchen in der ganzen Schweiz einen ausgezeichneten Ruf. Die Voraussetzungen für ein gesundes Wachstum ohne jegliche Zufütterung sind im Seeblisee dank einem enormen Vorkommen an sog. entomologischer Biomasse (verschiedene Insekten, Larven, Heuschrecken oder Plankton etc. ) ausreichend vorhanden und garantieren beste Qualität.

In diesem Sinne: Petri Heil und en Guete !

Fabio Rossi, Rapperswil
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