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Kanton
15.09.2020
14.09.2020 18:12 Uhr

Kapo St.Gallen kämpft gegen Rekrutierungsprobleme

In der Zukunft zeichnet sich bei der Kapo St. Gallen ein Fachkräftemangel ab.
Die St.Galler Kantonspolizei hat zunehmend Mühe, geeignete Leute für die Ausbildung zu finden. Mit einer Videokampagne soll ein künftiger Fachkräftemangel verhindert werden.

Florian Schneider, Sprecher der Kantonspolizei St.Gallen, kann sich gegenüber 20min keinen vielseitigeren und spannenderen Beruf als den des Polizisten vorstellen. Dennoch gibt es bereits heute nicht übermässig viele BewerberInnen für die Polizeischule. In der Zukunft zeichnet sich gar ein Fachkräftemangel ab.

Schneider vermutet verschiedene Gründe: Der Polizeiberuf stelle hohe Anforderungen, die wegen der Digitalisierung weiter gestiegen seien. Dazu kämen unregelmässige Arbeitszeiten und belastende Einsätze (Gewalttaten, Schwerverletzte).

Ein Knackpunkt ist die Beherrschung der deutschen Sprache, da im Polizeiberuf auch regelmässig Schreibarbeit zu leisten sei. Viele BewerberInnen scheiterten bei der Aufnahmeprüfung wegen sprachlicher Probleme, so Schneider in 20min. Und zu guter Letzt spielten auch der Wille und die Persönlichkeit der Auszubildenden (weder Rambo noch introvertiert) eine Rolle.

In einer Videokampagne greift die Kantonspolizei St.Gallen häufig gestellte Fragen auf und wirbt für die Ausbildung. Zudem nimmt Schneider die PolizistInnen selbst in die Pflicht, den Menschen deutlich zu machen, welche persönlichen Vorteile der Polizistenberuf mit sich bringt.

Vier Beispielvideos der Kampagne

Kann man sich auch als BrillenträgerIn bei der Kantonspolizei bewerben?

Polizeidienst und Tätowierungen. Welche Regeln gelten?

Sind Computerkenntnisse und Tastaturschreiben bei der Tätigkeit als PolizistIn nötig?

Braucht man eine Erstausbildung, bevor man PolizistIn werden kann?

Redaktion Linth24