Linthgebiet
26.08.2019
26.08.2019 09:34 Uhr

Prominente würdigen Markus Schwizer

Das unerwartete Ableben des Kaltbrunner Gemeindepräsidenten Markus Schwizer hat viele Menschen bewegt, vor allem auch jene, welche beruflich oder politisch mit ihm zu tun hatten.

"Seine Lücke ist unendlich gross"

(Heidi Romer, Gemeindepräsidentin Benken)

Tief betroffen und fassungslos nehme ich Kenntnis vom unerwarteten Tod von Markus. Mit ihm haben wir alle eine äusserst versierte Politkoryphäe und einen höchst liebenswürdigen Menschen verloren.

Er hat sich für mich immer wieder in beeindruckender Weise wie ein Löwe für seine Gemeinde, aber auch für unsere Region eingesetzt. Sein vernetztes Denken und seine Weitsicht zeichneten ihn aus. Seine Lücke ist unendlich gross und er wird uns allen noch lange, lange fehlen.

Ich bin zutiefst dankbar, dass ich ein kleines Stück auf seinem Weg mit ihm mitgehen durfte. Wir haben uns regelmässig ausgetauscht und waren gemeindeübergreifend stets füreinander da. So denke ich an das letzte gemeinsame Projekt Aufwertung Waldlehrpfad oder auch an die Zusammenlegung der Sozialämter Schänis-Kaltbrunn-Benken.

Seiner Familie und seinen Angehörigen spreche ich mein herzliches Beileid aus und entbiete meine tiefste Verbundenheit. Seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wünsche ich viel Kraft in dieser schwierigen Zeit. Benken fühlt mit Kaltbrunn.

«Politiker mit Herzblut»

(Josef Blöchlinger, Gemeindepräsident von Eschenbach)

Ich bin einfach nur traurig und fassungslos. Unsere Region, die Gemeinde Kaltbrunn und wir Amtskollegen verlieren mit Markus Schwizer eine Persönlichkeit, die fest mit der Region verbunden und verankert war.

Er war ein Politiker mit Herzblut und regionalem Denken.

Ich werde sein umfassendes Wissen vermissen und seine Freundschaft, sein frohes Gemüt und als einen feinen Kollegen in bleibender Erinnerung behalten. Er hat die Region geprägt sich mit ihr identifiziert und für sie gelebt. Das hat mir ganz fest imponiert.

Den Angehörigen spreche ich mein herzlichstes Beileid aus und wünsche Ihnen viel Kraft.

«Zutiefst traurig»

(Martin Stöckling, Stadtpräsident Rapperswil-Jona)

Ich bin sprachlos, emotional betroffen, tief traurig. Mit ihmhatte ich ein persönliches, kollegiales, fast schon freundschaftliches Verhältnis. Ich habe ihn über alle Massen geschätzt, auch als Präsident der Gemeindepräsidenten des Linthgebiets.

Kennengelernt habe ich ihn als jemanden, der sehr stark als Linthgebiet-Vertreter dachte. Zum Beispiel beim BWZ oder der Fachhochschule Ostschweiz. Er hat sich immer klar positioniert im Interesse aller und nicht nur als Kaltbrunner. «Was euch nutzt, nutzt auch dem Linthgebiet», sagte er jeweils bei solchen Gelegenheiten. Ich habe das über alle Massen geschätzt.

Sein Tod ist ein Verlust. Neben dem, dass mit ihm eine Persönlichkeit gestorben ist, ist es auch ein politischer Verlust und eine wichtige Person, die verstummt ist.

Ein letzter Gruss an Markus Schwizer

(Bruno Hug, Verleger Linth24 und Ex-Chefredaktor Obersee Nachrichten)

Medienschaffende haben viel mit Politikern und deren Verwaltungen tun. So begegnete mir als Zeitungsverleger der Kaltbrunner Gemeindepräsident Markus Schwizer natürlich immer wieder. Sei es an einem Telefongespräch, in einer Mail oder in einer persönlichen Begegnung. Dabei habe ich in allen Kontakten und Gesprächen jeweils stets mit grossem Respekt festgestellt: Ob wir ihm kritisch oder wohlwollend begegneten, er stand über der Sache. Immer gab er kompetent Auskunft, verlor nie die Nerven, anerkannte die Gegenseite und suchte den Ausgleich sowie nach einer konstruktiven Lösung.

Was mir ebenfalls immer wieder auffiel: Markus Schwizer trat stets wie ein Löwe für unsere Region ein. Wenn St. Gallen unsere Ricken-Seite wieder einmal vergass, oder in Nachteil versetzte, konnte er richtiggehend grantig werden. Er war einfach ein Mann von hier. Er kannte alles und war im Linthgebiet verwurzelt wie kaum ein anderer. Er hat seine Gemeinde und unsere Region geliebt.

So hat es mich natürlich – wie wohl viele andere auch – betroffen gemacht, zu lesen, dass er offenbar an einem Burnout erkrankt war und während des Erholungs-Aufenthalts verstarb. Überrascht aber hat es mich nicht, dass er sich für seine Gemeinde und für das Linthgebiet bis zur Erschöpfung verausgabte. So war er, getrieben von seinem Pflichtgefühl und seiner Wendigkeit, die ihn ebenfalls ausgezeichnet haben.

Das verstorbene Oberhaupt von Kaltbrunn war nicht einfach „nur“ Gemeindepräsident einer der zehn Linth-Gemeinden. Er war viel mehr. Er verkörperte die Obersee-Region wie kaum ein zweiter. Kurzum: Er war einer der herausragendsten Gemeindeoberhäupter des Linthgebiets der letzten Jahrzehnte. Kaltbrunn und das Linthgebiet werden diesen Mann vermissen.

Nun aber darf sein wacher Geist ruhen, dort wohin seine Flügel ihn getragen haben. Er hat den Frieden erlangt – und er hat ihn, auch wenn viel, viel zur früh, wahrlich verdient.

Linth24 / MAL
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