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Rapperswil-Jona
21.08.2020

Forschungsprojekte der HSR: Preisverleihung mit Schmidheiny

Hauptpreis-Gewinner Prof. Dr. Andreas Häberle (r.) und Gewinner des Anerkennungspreises Prof. Daniel Schwendemann (l.) mit Thomas Schmidheiny.
Hauptpreis-Gewinner Prof. Dr. Andreas Häberle (r.) und Gewinner des Anerkennungspreises Prof. Daniel Schwendemann (l.) mit Thomas Schmidheiny. Bild: Linth24
Die Stiftung «Futur» hat zwei Forschungsprojekte der HSR mit einem Innovations- und Anerkennungspreis ausgezeichnet, welcher von Thomas Schmidheiny übergeben wurde.

Die Stiftung zur Förderung und Unterstützung technologieorientierter Unternehmungen Rapperswil, kurz Stiftung FUTUR, zeichnete am Donnerstag zwei Forschungsprojekte der HSR mit einem Innovationspreis aus. Die Stiftung gibt es seit 22 Jahren und wird heute von Thomas Schmidheiny, der Stadt Rapperswil-Jona und der Hochschule für Technik Rapperswil getragen. Die Stiftung unterstützt hochschulnahe Start-ups mit kostenlosen Büroräumlichkeiten, Coachings, Weiterbildungen, Auszeichnungen und Stipendienprogrammen.

«Aluminium als erneuerbare Wärme-und Stromspeicher»

Den Hauptpreis gewannen Prof. Dr. Andreas Häberle und sein Team für ihr Forschungsprojekt mit dem Namen «Aluminium als erneuerbarer Wärme- und Stromspeicher für Gebäude». Die grösste Herausforderung der Energiewende sei die «Speicherung von sommerlichen Überschüssen aus erneuerbaren Energien für den vergleichsweise höheren Bedarf im Winter». Dieses ungelöste Problem kann durch einen Energiespeicherzyklus auf der Basis von Aluminium elegant gelöst werden. Dass das Verfahren funktioniert, wurde im Labor an der HSR nachgewiesen. Andreas Häberle ist optimistisch: «Das könnte ein Gamechanger für die Energiestrategie 2050 der Schweiz werden.» Mit Beifall begleitet übergab Thomas Schmidheiny den Hauptpreis-Scheck im Wert von CHF 10'000. 

  • Prof. Dr. Andreas Häberle (l.) hat mit seinem Forschungsprojekt «Aluminium als erneuerbarer Wärme- und Stromspeicher für Gebäude» den Hauptpreis gewonnen, welcher von Thomas Schmidheiny übergeben wurde. Bild: Linth24
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  • Prof. Dr. Andreas Häberle erklärte sein Forschungsprojekt, während das Publikum zuhört. Unter anderem auch der Geschäftsführer der Stiftung Futur: Professor Alex Simeon (v.r.). Bild: Linth24
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Abbaubare Kaffeeautomatenbecher

Preisträger Prof. Daniel Schwendemann und sein Team gewannen den Anerkennungspreis im Wert von 6'000 Franken. Schwendemann ist Institutspartner IWK, Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung und stellte fest, dass der Kunststoff ein massives Imageproblem hat. Das Team hat neue Materialmischungen entwickelt, um den CO2-Fussabdruck zu reduzieren, was das Team in biologisch abbaubaren Kaffeebechern realisierte.

Von dem  Woodcup, welcher aus einer Polystyrolmischung mit Holzfaserfüllung besteht, konnten bereits 200 Millionen Exemplare produziert und verkauft werden. In den nächsten Monaten soll mit SwissPrimePack ein biologisch abbaubarer Becher entwickelt werden, der auch heissem Kaffee standhält.

  • Thomas Schmidheiny (r.) übergibt Prof. Daniel Schwendemann den Anerkennungspreis für das Forschungsprojekt «Woodcup - CO2-Fussabdruck-reduzierter Kaffeeautomatenbecher». Bild: Linth24
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  • Auch Prof. Daniel Schwendemann erklärt sein Forschungsprojekt und hat auch Kaffeebecher dabei, welche er dem Publikum präsentiert. Bild: Linth24
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Thomas Schmidheiny ist beeindruckt

Kurz vor der Preisübergabe richtete auch Thomas Schmidheiny noch ein paar Worte an die Anwesenden. «Es ist beachtlich, was an dieser Hochschule innoviert wird und wie viele der Projekte in der Praxis ihre Wirkung entfalten», startete Thomas Schmidheiny, Präsident der Stiftungrates und Preisstifter seinen Speech. Er gratuliert nicht nur den Gewinnern, sondern zeigte seinen Respekt gegenüber allen Bewerbern, welche ein Projekt eingesandt haben. «Es ist nicht ganz einfach herauszufischen, welche Projekte Durchbrüche sind und in dem Sinne wirklich 'Chapeau', was die Hochschule und all ihre Mitglieder hier leisten», fügt Schmidheiny an.

In seiner kurzen Rede kündigt er gleich auch noch eine Änderung der Stiftung FUTUR von Kunststipendiatinnen und Kunststipendiaten aus dem Ausland an. Bisher wurden die Stipendiaten in die Schweiz eingeflogen, doch künftig sollen die Projekte von Kunstschaffenden, beispielsweise aus Namibia, direkt vor Ort besucht und unterstützt werden. Auf diese Weise sollen vor Ort unter anderem Workshops mit einheimischen Kunstschaffenden angeboten werden.

Am Ende übergab Schmidheiny den beiden Gewinnern ihren Preis, das Händeschütteln blieb corona-bedingt aus. 

Die Gewinner mit ihren jeweiligen Preisen und ihren Teams hinter sich, mit Thomas Schmidheiny in der Mitte. Bild: Linth24
Linda Barberi, Linth24