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Eschenbach
12.08.2020
12.08.2020 10:15 Uhr

Demenz-Schänder schon früher aufgefallen

Eine anonyme Anruferin sagt, die Heimleitung des Altersheim Berg hätte schon früher reagieren müssen.
Anscheinend ist der 43-jährige Pfleger, der im Altersheim St. Gallenkappel eine demenzkranke Frau geschändet haben soll, bereits früher negativ aufgefallen.

Ein 43-jähriger Tunesier wurde im Altersheim Berg in flagranti erwischt, als er eine demenzkranke Bewohnerin sexuell belästigt hat. Linth24 hat darüber berichtet. Offenbar gab es jedoch bereits vor dieser Tat einen Vorfall: «Bei der Linth-Zeitung meldete sich eine Person aus dem Umfeld des Heims, die angab, der Beschuldigte sei bereits im Jahr 2019 aufgefallen, weil er eine Kollegin begrapscht habe. Die Heimleitung habe damals nicht adäquat reagiert», schreibt die Linth-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe.

Verantwortliche geben sich bedeckt

Die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass eine Untersuchung gegen einen 43-jährigen Tunesier wegen des Verdachts der Schändung läuft. Zu allfälligen weiteren Übergriffen könne sie nichts sagen. 

Während die Mitarbeiter bereits im Juni informiert wurden, seien die Heimbewohner und deren Angehörige erst gestern über den Vorfall in Kenntnis gesetzt worden, so Kehl. Ihm wirft die anonyme Anruferin der Linth-Zeitung vor, man hätte schon damals reagieren müssen. Heimleiter Bruno Kehl und Eschenbachs Gemeindepräsident Cornel Aerne geben sich zu dem neuen Vorwurf bedeckt: Weitere Vorwürfe aufzuklären sei Teil der Untersuchung.

Linth24