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Kanton
08.08.2020

Einreisende bereiten GDK-Ost Sorgen

Foto EDA.
Die Ostschweizer Gesundheitsdirektoren tauschten sich über die aktuelle Corona-Situation aus. Sorgen würden vor allem Einreisende aus Risikoländer bereiten.

Die Coronavirus-Fallzahlen sind in den Ostschweizer Kantonen aktuell auf einem relativ tiefen und weitgehend stabilen Niveau von durchschnittlich sieben Fällen pro 100'000 Einwohner über die letzten sieben Tage (Schweiz: 12 Fälle pro 100'000 Einwohner)*. Einzig der Kanton Schaffhausen hatte in den letzten Tagen einen stärkeren Anstieg zu verzeichnen.

Vor diesem Hintergrund erachten die Gesundheitsdirektoren der Ostschweizer (GDK-Ost) Kantone (ZH, GL, SH, AR, AI, SG, GR, TG) und des Fürstentums Liechtenstein weitere flächendeckende Massnahmen momentan als nicht erforderlich. St.Gallen sprach sich als erster Kanton explizit gegen eine Maskenpflicht aus. Dies würde sich aber mit 15 bis 20 Fällen pro Tag ändern.

Vorerst keine Beschränkung der Personenanzahl
Sie sehen folglich zurzeit auch keine Notwendigkeit, die vom Vorstand der GDK Schweiz für den Fall von anhaltend hohen oder steigenden Fallzahlen empfohlenen Massnahmen einer Begrenzung der Personenzahl in Bars, Clubs oder Diskotheken auf 100 Personen und einer Maskentragpflicht in Verkaufsgeschäften in der Ostschweiz flächendeckend umzusetzen. Die Empfehlung eine Ausweispflicht in Clubs einzuführen, gilt hingegen auch in mehreren Ostschweizer Kantonen (ZH, GL, SH, GR).

Einreisende bereiten Sorgen
Sorgen bereiten den Gesundheitsdirektoren die Einreisenden aus einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko. Diese Personen müssen sich bei den kantonalen Behörden melden und für zehn Tage in Quarantäne. Die Einhaltung der Quarantäne wird mit Stichproben kontrolliert. Mehrere Ostschweizer Kantone machen die Einreisenden mit eigenen Kampagnen auf die entsprechenden Bestimmungen aufmerksam.

Die Ostschweizer Gesundheitsdirektoren beobachten die weitere Entwicklung aufmerksam. Dazu findet wöchentlich ein Austausch auf Stufe General-/Departementssekretäre sowie Kantonsärzte statt, um ein möglichst koordiniertes Vorgehen sicherzustellen. Sie haben ihren Willen bekräftigt, bei einem Anstieg der Fallzahlen gemeinsame Massnahmen in die Wege zu leiten. Der Entscheid über allfällige kantonale Massnahmen obliegt aber den einzelnen Kantonen, die gestützt auf die Situation vor Ort entscheiden.

* Zahlen gemäss BAG für den Zeitraum vom 29. Juli 2020 bis 5. August 2020

Linth24/PD