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Schmerikon
08.08.2020
08.08.2020 11:51 Uhr

Todeskante für Velofahrer: Schmerikon reagiert

Bis zur Sanierung ist jetzt sichtbar, dass man vorsichtig fahren soll.
Nach dem tödlichen E-Bike Unfall vom Sonntag reagiert nun die Gemeinde Schmerikon. Man sieht auffällige Markierungen am sanierungsbedürftigen Teilstück.

Linth24 hat über den Mangel am Strandweg in Schmerikon berichtet und die zuständigen Stellen um Auskunft und Stellungnahmen zu der gefährlichen Stelle gebeten. Nun wurden bereits erste Massnahmen getroffen. Man sieht auffällige Markierungen am sanierungsbedürftigen Teilstück.

Steigende Frequenz

Der parteilose Gemeindepräsident von Schmerikon Felix Brunschwiler bringt auf Anfrage zum ganzen Vorfall und dessen Konsequenzen zuerst seine Betroffenheit und Trauer zum Ausdruck.

Seine Antwort zum Grund des inakzeptablen Zustands am Strandweg: «Es wechseln hier Grundeigentum und Zuständigkeit für den Unterhalt nach Strassengesetz. Es sind drei Parteien involviert: Kanton, Politische Gemeinde Schmerikon und Ortsgemeinde Schmerikon. Die Bedeutung des Strandwegs als Fahrradroute ist in den letzten Jahren gewachsen. Dies unter anderem aufgrund der steigenden Popularität der E-Bikes.» Zudem werde die Strecke immer häufiger von Tourismusorganisationen und Förderorganisationen des Langsamverkehrs empfohlen, was zu einer steigenden Frequenz führt. Im Bewusstsein dieser Entwicklung seien die Parteien im Gespräch zur Verbesserung der Situation.

Entschärfung der Unfallstelle

Die Unfallursache ist Gegenstand von Ermittlungen unter Federführung der Staatsanwaltschaft. Bis zum Vorliegen der Ermittlungsergebnisse sind laut Brunschwiler zur Haftungsfrage keine belastbare Aussage möglich. Unabhängig vom Ergebnis sei man aber um eine rasche Entschärfung der Unfallstelle bemüht und werde entsprechenden Vorkehrungen treffen.

  • Die ersten Hinweise auf die Gefahrenstelle sind angebracht.
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Jahrelange Gefahr

Jahrelang war die Todeskante eine Gefahr für alle Velofahrer - und erst nach einem tödlichen Unfall kommt Bewegung in die Sache?

«Jetzt sind Taten statt Worte gefragt! Heisst: Unfallsstelle als umgehend als gefährlich markieren und sobald wie möglich den Strandweg an solchen Stellen sarnieren. Der jetztige Zustand des Standweges beim Posten der Seepolizei ist untragbar und hätte früher erkannt und behoben werden müssen», sagt Cony Sutter, «Ahoi»-Wirt, Komiker & Gemeinderats-Kandidat von Schmerikon.

Haben die beteiligten Parteien bisher nach dem Mikado-Prinzip «Wer sich zuerst bewegt, hat verloren», die Verantwortung herumgeschoben? Man darf jetzt gespannt auf die Ausführung und Behebung der schadhaften Stelle sein. Laut Polizei ist noch nicht geklärt, ob die Todeskante die Ursache ist, die zu diesem E-Bike-Unfall geführt hat.

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  • Hier passierte der tragischen Unfall der E-Bikefahrerin.
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Massnahmen noch unklar

Linth24 hat bei den Behörden nachgefragt, ob der Unfall  Änderungen in der Beschilderung oder andere Massnahmen nach sich zieht. Die Pressestelle der Kantonspolizei teilt mit, dass dies zum jetzigen Zeitpunkt bis zum Abschluss der Ermittlungen noch nicht gesagt werden könne.

Linth24 wird sich nach erfolgter Sanierung wieder vor Ort umsehen...

Markus Arnitz, freier Mitarbeiter Linth24