Uznach
09.06.2019
09.06.2019 11:15 Uhr

BAUBOOM IN UZNACH

Fotos: Fortimo Group / Werner Hofstetter
Am Rande des Städli Uznach liegt ein grosses Stück Bauland, welches nun überbaut werden soll. Nach einigen Wirren zeichnet sich nun ein Weg dazu ab.

Der St. Galler Verwaltungsbetrieb, der im Linthgebiet, vorwiegend in Uznach, viele Amtsstellen betreibt, beabsichtigte das Fabrikgebäude der Firma E. Schubiger & Cie AG, Seidenweberei, zu kaufen. Angedacht war, dass alle Amtsstellen zentral in einem Gebäude erreichbar wären.

Doch im Laufe der Verhandlungen verlor der Kanton sein Interesse. Deshalb verkaufte die Die E.Schubiger & Cie. AG im August 2018 das gesamte Webereiareal der Immobilienfirma Fortimo Group AG, St. Gallen. Das Land an zentraler Lage am Rande der Stadt und des Bahnhofs umfasst das Fabrikgebäude und den Umschwung. Basierend auf einem Überbauungsplan der Fortimo Group AG soll eine nachhaltige Entwicklung auf dem ganzen Areal stattfinden.

Südlich des Fabrikgebäudes sind 46 Eigenturmwohnungen in vier Mehrfamilienhäuser sowie eine Tiefgarage für 280 Einstellplätze geplant. Der Investor ist die Vorgabe eingegangen, dass der denkmalgeschützte «Seidenhof» mit samt danebenstehendem Kamin sanft saniert werden darf.

Im ehemaligen Fabrikgebäude sind 130 Miet- und Eigentumswohnungen, sowie knapp 6'000 m2 Fläche für Dienstleistungen vorgesehen. Da zurzeit noch eine Eingabe offen ist, muss der Baubeginn nach hinten verschoben werden.

Bauvisiere für die erste Etappe zwischen alter Fabrik und Bahngelände

Die Investorengruppe will in einer Nachfolgeetappe ein Businesshotel erstellen. Dafür müsste die ehemalige Postautogarage abgerissen werden. Wenn alle Pläne genehmigt werden und keine weiteren Einsprachen eingehen, sollte in dem Hotelneubau nebst einem  Hotel-Restaurantbetrieb 30 Doppelzimmer eingerichtet werden.

Die Fortimo Group AG weiss, dass im Linthgebiet, vorwiegend in Uznach und Umgebung, ein Hotelbetrieb mit Zimmerangebot fehlt. Zusammen mit einem weiteren Neubau über 32 Zimmer könnte Uznach wieder wie zu guten alten Zeiten zu einem Touristen- und gediegenen Wohnort werden.

Werner Hofstetter