Rapperswil-Jona
06.06.2019
07.06.2019 10:20 Uhr

EWJR HAT DIE GRÖSSTE BATTERIE DER OSTSCHWEIZ

Oben v.l.: Christoph Züger (Bereichsleiter Netze, EWJR) und Michael Bätscher (CEO, EWJR) vor dem soeben eingetroffenen Batteriespeicher.
Die Elektrizitätswerk Jona-Rapperswil AG (EWJR) besitzen seit Donnerstag ein 2-Megawatt-Batteriespeichersystem. Die Anlage trägt zur Stabilität des Stromnetzes bei und leistet einen Beitrag zur Energiestrategie 2050.
Mit einem Schwertransport der Firma Welti-Furrer gelangten die zwei Schiffscontainer, die zusammen 67 Tonnen wiegen, zur EWJR in Jona.

Seit heute Donnerstag stehen auf dem Areal der EWJR zwei Schiffscontainer. Darin befindet sich ein Speicher mit zwölf Lithium-Eisenphosphat-Batteriemodulen. Sie haben zusammen eine Speicherkapazität von rund 2,2 Megawattstunden und erbringen eine maximale Leistung von 2 Megawatt. Diese Kennzahlen machen die Anlage zum momentan grössten Batteriespeicher der Ostschweiz.

Schwankungen im Netz ausgleichen

Der Batteriespeicher der EWJR soll dazu beitragen, im Stromnetz Schwankungen zwischen Energieproduktion und -nachfrage auszugleichen. Denn die produzierte Strommenge aus erneuerbaren Energiequellen wie zum Beispiel einer PhotovoltaikAnlage lässt sich nur schwer vorhersagen. Ein Batteriespeicher gleicht diese Schwankungen aus, indem er sich auflädt, wenn mehr Strom produziert als verbraucht wird. Im umgekehrten Fall gibt er die gespeicherte Energie wieder ins Verteilnetz ab – dann wird von Systemdienstleistungen gesprochen.

Ausserdem kommt es zu Tageszeiten, in denen Haushalte und Gewerbe viel Strom nutzen, zu sogenannten Lastspitzen. Mit einem Batteriespeicher lassen sich solche Lastspitzen abfedern. Bei diesem Vorgehen reduzieren sich die Kosten für die Nutzung des Vorlieger-Netzes, was den Endkunden zugutekommt.

Mit einem Kran wurde der Batteriespeicher auf das massive Betonfundament auf dem Areal der EWJR gehievt.

Unterstützung von erneuerbaren Energiequellen

«Die EWJR setzt sich für eine sichere, wirtschaftliche und zukunftsorientierte Energieversorgung ein», sagt Michael Bätscher, CEO der EWJR, «der Batteriespeicher erfüllt all diese Kriterien.» Die Anlage erhöhe die Versorgungssicherheit und unterstütze den Einsatz von erneuerbaren Energiequellen. «Mit der Anschaffung des Batteriespeichers leisten wir somit einen Beitrag zur Energiestrategie 2050», erklärt Bätscher weiter.

Für das Projekt kann die EWJR auf bekannte Partner zählen. Lieferant der Batterie ist der Energiedienstleister Axpo. Bewirtschaftet wird sie von der SN Energie AG in Zusammenarbeit mit dem Zentralschweizer Unternehmen CKW. Die EWJR selbst ist die Eigentümerin des Batteriespeichers und beheimatet ihn seit heute Donnerstag auf ihrem Gelände in Jona. Die Inbetriebnahme ist in den nächsten Tagen geplant.

Zahlen und Fakten:

Maximale Leistung: 2 Megawatt (MW)
Batteriemodule: 12x 181 Kilowattstunden (kWh) = total 2,172 Megawattstunden (MWh)
Masse und Gewicht: 2x 12-Meter-Container mit 40 bzw. 27 Tonnen
Standort: EWJR, Werkstrasse 30, Jona
Lebensdauer min. 10 Jahre
Internationale Entwicklung: Gemäss der amerikanischen Global Energy Storage Database existieren weltweit rund 700 BatterieSpeicherkraftwerke, Tendenz steigend. 

Titelbild, v.l.: Christoph Züger (Bereichsleiter Netze, EWJR) und Michael Bätscher (CEO, EWJR) vor dem soeben eingetroffenen Batteriespeicher.

OM