Rapperswil-Jona
26.05.2019

FCRJ WEINT: CIAO CHALLENGE LEAGUE

Der FCRJ verliert in Aarau mit 0:1 und Chiasso gewinnt in Wil in der letzten Viertelstunde mit 2:1. Damit steigen die Rosensstädter am letzten Spieltag ab. Gleichzeitig qualifiziert sich Aarau für die Super League Barrage.

Bis zur 75. Spielminute sah es so aus, als ob Rapperswil-Jona mit einem blauen Auge davon kommen würde. Zu diesem Zeitpunkt lag der FCRJ zwar mit 0:1 gegen Aarau zurück. Aber  zwischen Wil und Chiasso stand es zu diesem Zeitpunkt 1:0 für Wil.

Bei diesem Spielstand hatte der FCRJ in der Tabelle immer noch zwei Punkte Vorsprung vor den Tessinern.

Doch mit zwei Toren in der 75. und 80. Minute kehrte Chiasso das Spiel und überholte den FCRJ damit in der Tabelle. Weil der FCRJ in Aarau keine Ergebniskorrektur schaffte, ist das Schicksal besiegelt: Rapperswil-Jona verabschiedet sich vom nationalen Fussball.

Für den FC Aarau ist mit dem Sieg gegen den FCRJ ein Traum wahr geworden. Sie schafften es damit in die Barrage für die Superleague gegen Xamax. Die Aargauer können also noch hoffen, erstklassig zu werden, wie das bereits qualifizierte Servette. Den Lausannern nutzte es in der Endabrechnung nichts mehr, dass sie heute Vaduz mit 6:2 vom Feld fegten.

Alle Resultate

Aarau - Rapperswil-Jona 1:0 Wil - Chiasso 1:2 Winterthur - Schaffhausen 3:2 Lausanne - Vaduz 6:2 Servette - Kriens 4:1

Tabelle

Livebericht von Rolf Lutz

Der FCRJ verliert in Aarau mit 1:0, der FC Chiasso gewinnt gleichzeitig in Wil. Das ist bitter, das ist einfach brutal. Der sportliche Abstieg nach zwei Saisons CL ist damit zur harten Realität geworden.

Nachspielzeit 7 Minuten.

Zuschauerzahl 6958

Was für 25 Minuten nach der Pause. Der FCA machte gehörig Druck, doch der FCRJ wehrte sich mit allen Mitteln. Dann kam der satte Pfostenschuss, der Yanz zwang, in die tiefe Ecke zu tauchen. Dabei verletzte sich der Keeper so unglücklich, dass er verletzt das Feld verlassen musste. Lars Hunn kam zu seinem ersten Einsatz für den FCRJ in der Meisterschaft. Sechs Minuten dauerte der Einsatz, da musste der ex-Aarauer Hunn hinter sich greifen. Ein schöner Angriff über links schloss Maierhofer zum 1:0 ab. Der Lärm hier im Brügglifeld war ohrenbetäubend, das zeigt, wie wichtig dieses Spiel auch für Aarau ist. Jetzt heisst es, zu versuchen, die Aargauer mit einem Konter zu übrraschen oder evt einem Standard.

58. Minute: Diego Yanz musste minutenlang gepflegt werden. Doch an ein Weiterspielen war nicht mehr zu denken. Für Yanz kommt Ersatztorhüter Lars Hunn zum ersten Meisterschaftseinsatz für den FCRJ.

56. Minute Pfostenschuss Aarau. Yanz taucht in die linke Ecke runter, und verletzt sich dabei. Es sieht gar nicht gut aus

Halbzeit in Aarau, der FCRJ hält das 0:0 bravourös. Der Gastgeber versuchte anfangs Druck aufs Rappi Tor zu machen, doch die Mannschaft von Pedro Silva und Stefan Flühmann stand von Anfang an sicher, machte vor dem 16-er die Räume dicht und liess so dem FC Aarau nicht den gewünschten Druck aufs Tor aufziehen. Wenn Aarau aber vors Rappi-Tor kommt, dann wird es immer hektisch und brenzlig. Doch der FCRJ behält die Ruhe, hat auch gegen vorne gute Akzente gesetzt – Haile-Selassie oder Turkes sorgten immer wieder für giftige Stiche in die Aarauer Hintermannschaft – in der 38. Minute z.B. ein satter Schuss von Haile-Selassie.  Beachtlich die Kulisse hier, das Stadion ist so gut gefüllt wie wohl schon lange nicht mehr. Unter den Zuschauern auch Denis Salanovic und Dominik Schwizer, die beiden ex-FCRJ Spieler, die jetzt in der Super League bei Thun spielen, die den ehemaligen Kollegen  moralische Unterstützung geben. Hier also Pause und wir können uns auf die zweite Halbzeit freuen.

20 Minuten vorbei, es hat sich noch nicht viel hier ereignet. Aarau versucht, das Spiel zu machen, doch die Rapperswiler Verteidigung steht bis jetzt gut. Auch nach vorne kamen einige Impluse, doch zu Topchancen hat es noch nicht gereicht. Ballbesitz: Aarau 59 %, FCRJ 41 % ; Eckbälle FCRJ 3, Aarau 0

Aufstellungen

Aarau: Nikolic; Giger, Bürgy, Schindelholz, Obexer; Tasar, Jäckle, Zverotic, Schneuwly; Neumayr (18. Misic), Maierhofer.

Rapperswil-Jona: Yanz; Schmied, Kllokoqi, Simani; Güntensperger, Kubli, Nater, Teixeira; Haile-Selassie, Turkes, Shabani.

Mario Aldrovandi