Uznach
16.04.2019

FAIRE OSTER-SCHOKOLADE IN UZNACH

Im Städtchen 19 in Uznach verkauft die Claro Fair Trade AG Produkte, welche die wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung der Herkunftsländer berücksichtigen.

Die Länder im Süden brauchen mehr als einfach nur eine Label-Prämie. Sie brauchen echte Alternativen, mehr Wertschöpfung im Ursprung, mehr Partizipation an dieser Wertschöpfung, mehr qualifizierte Arbeitsplätze – auch ausserhalb der Landwirtschaft. Sie brauchen wirtschaftliche Entwicklung, die ihren Lebensstandard verbessert und zu einer gerechteren Verteilung zwischen den Unternehmen und KonsumentInnen im Norden führt. Das ist aus claro Sicht der Weg für eine nachhaltige Entwicklung.

Von der Kakobohne zum feinen Osterhasen

Darum zahlt claro der Kooperative El Ceibo in Bolivien– dem Hauptpartner von claro seit 1991 – für ihren Kakao 4'000 USD pro Tonne, also weit mehr als der erst seit kurzem auf 2'400 USD angehobene «Fairtrade»-Preis.

Diese langfristige Beziehung ohne Zwischenhändler und der von claro bezahlte, gerechte Preis an El Ceibo ist nicht nur existenzsichernd, sondern hat es der Kooperative ermöglicht, eine eigene Schokoladenfabrik zu errichten, den Schokoladenvertrieb in Bolivien aufzubauen, Immobilien zu erwerben und weiterhin Kakaobutter und Kakaobohnen von der Kooperative und ihren Bauern zu den gewünschten, existenzsichernden Preisen zu verkaufen.

Darum trifft man hier auf schöne Wälder, intakte Biodiversität und Ökosysteme sowie auf spielende Kinder, die noch Kinder sein dürfen und nicht mitarbeiten müssen.

Wo fair draufsteht, ist auch fair drin! Claro!

Die in den claro- und Weltläden verkauften Schokoladen sind alle rückverfolgbar bis zur Kooperative, alle sind Bio und bestehen zu 100% aus fairen Rohstoffen. Bei claro gibt es keinen Mengenausgleich, sprich wenn fair draufsteht, ist auch fair drin. Hier verfolgt claro einen radikal anderen Ansatz als Label-Organisationen.

Für claro geht der faire Handel aber noch einen grossen Schritt weiter: ihr Ziel ist und bleibt es, die Wertschöpfung vor Ort zu steigern. Deshalb führt auch der Claro-Weltladen in Uznach sowie alle Claro-Filialen, FairAfric Schokolade im Sortiment. Um eine hervorragende Qualität produzieren zu können, werden die Bäuerinnen und Bauern intensiv geschult. Die Schokolade wird zu 100% in Ghana produziert. Damit bleibt die fünffache Wertschöpfung im Ursprungsland wodurch auch qualifizierte Jobs ausserhalb der Landwirtschaft entstehen.

(OriginalMitteilung, Autorin: Gabi Corvi)