Uznach
12.05.2019

FLANIEREN AM ZWEITEN MAIFEST IN UZNACH

Herzhaft schlemmen. Abwechslung und Neues geniessen. Kontakt knüpfen und an Unterhaltung Freude zeigen. All das bot das zweite Maifest in Uznach.

Vom kalendarischen Maiwetter war am diesjährigen Maimarkt in Uznach sehr wenig zu spüren. Bei nur 9-10 Grad, Regenwetter und Kurzstürmen war die Kauflust eher klein. Die Marktbesucher bemerkten, dass die Anzahl Verkaufsstände stark abgenommen hat. Ein Markfahrer sagte, dass er überall das gleiche Bild antreffe. Er fahre nur noch zu wenigen traditionellen Marktorte.

Herzhaftes auf dem Rundgang

Vom Wetter betroffen war auch das Maifest, sprich die Vereinsmeile, auf dem Schulareal. Zelte der 16 Vereine oder Gruppen dienten als Unterstand gegen den immer wieder einsetzenden Regen. Teilweise war der Sturm so stark, dass er die Zeltblachen wie Segeltücher fliegen lies. Der alte Spruch «wer gut baut, hat für Schlechtwetter gebaut» bewahrheite sich. Die Gäste störte das wenig, denn die zweite Vereinsmeile war ein beliebter Treffpunkt von Freunden. OK-Präsident Markus Meier, Festwirt Lukas Bayard, Logistik-Chef Urs Jud und Administrations-Chefin Jessica Gebs hatten den Anlass perfekt vorbereitet. Die Vereine sorgten dafür, dass das Maifest von Jung und Alt besucht wurde. Auf der Festbühne gab es mehrere musikalische Leckerbissen. Nebst dem Konzert des Musikverein Harmonie unterhielt die Musikschule Uznach mit einem Gitarrenensable, Rockband und irischer Folklore die Gäste.

Daneben bewies der Trachtenverein, dass auch modernere Trachtentänze getanzt werden können.  Das Bühnenprogramm rundete die Guggenmusig «Tschäderi Boom» ab. Auf dem Freigelände präsentierte sich die Feuerwehr. Für die Kids wurde ein spannender Spielparcour angeboten. Für die kleinsten Festbesucher gab es als Highlight eine Märlistunde.

Eröffnet wurde das zweite Maifest wurde vom Uznachs neuem Gemeindepräsidenten Diego Forrer und David Jud, Gemeinderat und Vorsteher der Marktkommission. Den Abschluss des Festtags übernahm die bekannte Partyband «Seitensprung».

Zwei internationale Sportler aus Uznach

Im Mittelpunkt des Maifestes stand die Sportlerehrung der beiden Uzner Snowboarderinnen Ladina Jenny und Nicole Baumgartner. Josef Kofler, Präsident des Verkehrsverein Uznach, wusste, dass beide 1993 geboren wurden und für die Schweiz - demzufolge für Uznach - an nationalen und internationalen Rennen teilnehmen. Die Beiden starten nicht nur in der Schweiz, sondern auch im Europacup, Weltcup und an der Olympiade. Im Interview mit Urs Glaus erzählten die zwei sympathischen Sportlerinnen über ihre Erlebnisse.

Esskultur am Maifest

In den 16 Beizli ging es bis Mitternacht bunt weiter. Dort genossen die Gäste verschiedene Spezialitäten in fester und flüssiger Form. Fremdländische Köstlichkeiten weckten Feriengelüste. Es herrschte überall gute Stimmung und die vereinsübergreifende Zusammenarbeit war erlebbar. Die Partyband «Saitensprung» begeisterte die Besucher. Die Leadsänger Stef und Babs animierten zum mitsingen bei Rock, Pop, Funk und Evergreens.

Trotz Wetterpech: Der Wunsch nach einer Weiterführung des Maifestes ist bereits vorhanden.

Werner Hofstetter