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22.11.2022
22.11.2022 15:56 Uhr

Artefix Schulhausforscher

Bild: artefix kultur und schule
290 Kinder aus Rapperswil-Jona, Schmerikon und Eschenbach stellten sich in ihrer Schule die Frage: «Warum sieht unsere Schule so aus, wie sie aussieht»?

Dieser Frage gingen die Schüler und Schülerinnen aus zehn verschiedenen Primarschulhäusern während der letzten Monate an einem Workshop-Morgen nach.

Als Schulhausforscher und -forscherinnen machten sich zwölf Schulklassen auf die Suche nach den Eigenheiten ihres Schulhauses.

Bild: artefix kultur und schule

Unter fachkundiger Begleitung von Marielou Hürlimann, artefix kultur und schule und Ueli Vogt, Büro für Baukultur erkundeten die Schulklassen verschiedene Orte ihres Schulhauses.

Ausgehend von verschiedenen Fragestellungen setzen sich die Kinder mit den unterschiedlichsten Aspekten von Architektur auseinander. Farbe und Form als Grundelemente des Bauens waren genauso Thema wie der Umgang mit Plänen, Fragen zu Konstruktion und Materialien.

Auch die persönliche Wahrnehmung von Raumempfinden, Lieblingsorten oder «Unorten» wurden erkundet.

Bild: Manuela Matt

Die Arbeitsweisen der Schüler und Schülerinnen waren vielfältig: Sie schulten ihr Auge, indem sie vor Ort «Feldforschung» betrieben.

Mit Frottagen wurden Strukturen erkundet, mit Farbfächern Farben am Bau bestimmt, mit Papier und Bleistift viele Skizzen erstellt und Gedanken notiert. Welche Bedürfnisse muss denn ein Schulhaus erfüllen? Welche Räume braucht es in einem Schulhaus?

Spass machte den jüngeren Kindern das Zählen von Fenstern, Treppenstufen, Kleiderhaken. Beim Skizzieren eines Grundrisses oder eines Schnitts ihres Schulhauses kamen die grösseren Kinder schon mal ins Grübeln. Stolz waren sie dann, wenn sie Zimmer, Gänge, Treppen, Türen auf ein Blatt brachten!

Bild: artefix kultur und schule

Der Workshop war auf jeden Fall ein besonders Erlebnis für alle. Ungewohnte Aufgaben wurden gestellt, zur Unterrichtszeit durfte im Gang am Boden gezeichnet werden, unbeachtete Details wurden entdeckt.

Stolz präsentierten die Kleingruppen jeweils der Klasse ihre Forschungsergebnisse.

Bild: Manuela Matt

Ziel von artefix kultur und schule und dem Büro für Baukultur war es, eine differenzierte Wahrnehmung, eine Erweiterung des Vokabulars zu Architektur und damit verbunden einen sorgsameren Umgang mit der nahen Umgebung zu erreichen.

Zum Abschluss wurde am 18. und 19. November im Workshopraum des Kunst(Zeug)Haus eine Ausstellung mit entstanden Forschungswerken der Schulkinder präsentiert. Eine Fülle von spannenden, überraschenden und persönlichen Skizzen waren zu bestaunen.

Tatiana Witte, Leitung artefix kultur und schule