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14.11.2022
15.11.2022 17:25 Uhr

«Sektenschulen» im Fokus

(Symbolbild)
(Symbolbild) Bild: PD
Zwei umstrittene Privat-Schulen in Uznach und Kaltbrunn beschäftigen regionale Politiker. Sie wenden sich mit Fragen an die St.Galler Regierung.

In Uznach hat dieses Jahr eine Privatschule mit dem Namen ««Lernraum zum Eintauchen» geöffnet. Sie soll aktuell rund 20 Schülerinnen und Schüler haben.

Diese Privatschule stehe der sogenannten «Anastasia-Bewegung» nahe und habe eine ««stark nationalistische, verschwörungstheoretische und rechtsesoterische» Ausrichtung. Das schreibt die Linth Zeitung und zitiert dabei die Fachstelle für Sekten «Infosekta».

Fragen zur Schule in Uznach

Gemäss Zeitungsbericht haben sich mehrere Kantonsräte wegen dieser Schule an die St.Galler Regierung gewandt. Es handelt sich dabei um Martin Stöcklin (FDP), Stadtpräsident von Rapperswil-Jona, über dessen Vorstoss Linth24 bereits Ende September berichtet hat (https://linth24.ch/articles/155412-fragwuerdige-ideologien-in-privatschulen-vorstoss).

Neu wenden sich auch Franziska Steiner-Kaufmann, Kantonale Präsidentin der Partei «Die Mitte» aus Gommiswald und der SP-Kantonsrätin Bettina Surber aus St.Gallen an die Kantonsregierung. Sie wollen wissen, welche Ausrichtung die Schule hat und ob der Kanton seine Aufsichtspflicht genügend wahrnimmt.

Zu einem früheren Zeitpunkt hatte Jürg Müller, Leiter Abteilung Aufsicht und Schulqualität bei Bildungsdepartement des Kantons St.Gallen, der Linth Zeitung gesagt, dass «die Ideologie nicht der Staatsaufsicht unterliegt.»

Fragen zur Schule in Kaltbrunn

An der «Domino Servite» Schule in Kaltbrunn soll es zu sexuellen Übergriffen gekommen sei. Diesem Vorwurf ging die St.Galler Staatsanwaltschaft nach, stellte jedoch das Verfahren ein, weil die meisten Vorfälle verjährt sind. (Siehe Linth24: https://linth24.ch/articles/160196-verfahren-hof-oberkirch-sistiert).

Nun will die SP-Fraktion im St.Galler Kantonsrat wissen, welche Lehren aus diesen Vorfällen beim St.Galler Bildungsdepartement gezogen werden.

Gemäss Linth Zeitung fragt die SP die Regierung unter anderem, ob der Kanton bereit ist, seinerseits eine unabhängige Untersuchung durchzuführen.

MAL/Linth24