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Leserbrief
Uznach
11.11.2022

«Nur eine Umfahrung bringt eine echte Lösung»

Eine der alten Ideen, die bei der verkehrsplanerischen Überprüfung durchfielen: eine Bahnunterführung anstelle des jetzigen Bahnübergangs.
Eine der alten Ideen, die bei der verkehrsplanerischen Überprüfung durchfielen: eine Bahnunterführung anstelle des jetzigen Bahnübergangs. Bild: Linth24
Der wiederholte Rückgriff auf frühere Alternativvorschläge zur A15-Gaster nur auf bestehenden Strassen streue Sand in die Augen, findet Leser Felix Schnyder. Nur die Umfahrung bringe für Uznach eine echte Lösung.

«Leider hören wir seitens der Gegnerschaft einer Verbindungsstrasse A15-Gaster immer wieder die gleiche Leier. Man will der Bevölkerung immer wieder weismachen, dass es vernünftige und zukunftsgerichtete Alternativlösungen auf dem bestehenden Strassennetz dazu geben soll. Dabei werden aber sämtliche Prüfungen und Planungen der vergangenen Jahrzehnte ausser Acht gelassen.

Alles schon mal geprüft und laut Analysen untauglich

Alle Lösungsvorschläge, welche bisher von der Gegnerschaft zu hören waren, wurden bereits irgendwann mal geprüft. So wurde nach der Ablehnung der Kurzumfahrung des Städtchens – welche notabene ‹nur› das Städtchen vom Durchgangsverkehr entlastet hätte – von der anschliessend ins Leben gerufenen Verkehrsplanungsgruppe unter der Leitung von Christoph Meier klar festgehalten, dass eine Bahnunterführung wie auch der sogenannte grosse Kreisel nebst weiteren negativen Punkten nur Mehrverkehr und Mehrbelastung generieren.

Grosskreisel im Uzner Bahnhofsbereich: Auch hier drohen Mehrverkehr und Mehrbelastung. Bild: Gemeinde Uznach

Es ist also Sand in die Augen gestreut, wenn dauernd diese Varianten als mögliche Lösungen vorgegaukelt werden. Dasselbe gilt im Übrigen auch für eine Kurzumfahrung ‹nur› des Städtchens.

Durchgangsverkehr aus Zentrum und Ausfallachsen verbannen

Eine zukunftsgerichtete Lösung zeigt sich dadurch, dass der Durchgangsverkehr nicht nur im Uzner Zentrum (dazu gehört nicht nur das Städtchen), sondern auch aus den Ausfallachsen Gaster-, Ricken-, Zürcher- und Grynaustrasse massgeblich und zukunftsgerichtet verbannt wird.

Nur eine Umfahrung des Siedlungsgebietes gibt Uznach erst die Möglichkeit, weitere und zusätzliche Verkehrsentlastungen voranzutreiben. Und wenn es schlussendlich tatsächlich auch ‹nur› die Hälfte des heutigen und vor allem zukünftigen zusätzlichen Verkehrs aus dem dicht besiedelten Gebiet verbannt werden könnte, so erhöht dies die Sicherheit für die Fussgänger und Velofahrer um ein Vielfaches.

Wollen wir den Mehrwert an Sicherheit und Lebensqualität tatsächlich ins Verhältnis zu den Kosten einer Strasse ausserhalb des Siedlungsgebietes gegenüberstellen? Die Beantwortung dieser Frage ist jeder Person selbst überlassen. Ich jedenfalls bin bereit, diese Kosten zu tragen: Zum Wohl unserer Gemeinde, einer gesunden Entwicklung und insbesondere auch zugunsten der Sicherheit unserer Kinder und des Langsamverkehrs im Allgemeinen.»

Felix Schnyder, Uznach