Rapperswil-Jona
23.05.2019

FCRJ: TROTZ 1:4 NIEDERLAGE LEBT DIE HOFFNUNG WEITER

Der FC Rapperswiil-Jona setzte das zweitletzte Spiel in der zweiten Halbzeit in den Sand - einmal mehr. Trotzdem bleibt die Hoffnung auf den Ligaerhalt, denn auch Chiasso verlor sein Spiel und liegt um zwei Punkte schlechter auf dem letzten Platz.

Nach der ersten Halbzeit stand es noch 0:0. Doch in der 49. Minute fiel das 0:1 für Winterthur und in der 63. und 64. Minute kassierte Rapperswil innerhalb von einer Minute zwei Tore von Winterthur. Der Penalty in der 80. Minute für Winterthur mit dem 0:4 und der Kosmetiktreffe zum 1:4 änderten nichts mehr Wesentliches.

Alle Resultate

Rapperswil - Winterthur 1:4 Chiasso - Aarau 0:1 Kriens - Lausanne 0:2 Schaffhausen - Wil 2:0 Vaduz  - Servette 1:5

Tabelle nach dieser Runde - eine Runde vor Schluss

Am Sonntag kommt es zum Herzschlag-Finale

Chiasso spielt auswärts gegen das ebenfalls schwache Wil und kann sich Chancen ausrechnen. Rapperswil-Jona muss dagegen zum FC Aarau, einem Team, welches die letzten fünf Spiele gewonnen hat und vom Aufstieg in die Super League träumt.

Spielbericht von Rolf Lutz

Vor 2010 Zuschauerinnen und Zuschauer verliert der FCRJ sang und klanglos mit 1:4. Dabei hat alles so gut angefangen. Eine äusserst spektakuläre 1. Halbzeit war gespickt mit unzähligen Chancen auf beiden Seiten. Es gab kein Abtasten, es gab kein vorsichtiges Ballhalten, sondern es war eine sehr unterhaltsame und schnelle Halbzeit, nur die Tore fehlten.

Das änderte sich in der 2. Halbzeit, und zwar komplett. Kaum angepfiffen, auf der Matchuhr stand die Minute 49, da ging der FC Winterthur durch Sliskovic mit 0:1 in Führung. Der FCRJ schien ob diesem Rückstand verunsichert und überliess den Gästen mehrheitlich das Spiel. Das nützten diese aus, und zwar in der 63. und 64. Minute mit einem brutalen Doppelschlag durch Radice und Sliskovic.

Das Spiel war gelaufen, das waren sich wohl alle klar. Torhüter Yanz’ Rettungsaktion, in dem er dem alleine auf ihn zustürmenden Stürmer versuchte, den Ball aus den Füssen zu fischen,  taxierte der Schiedsrichter als Penalty. Auch dieses Geschenk nahmen die Winterthurer gerne an und verwandelten den Strafstoss durch Arnold zum vorentscheidenden 4:0. Hadzi betrieb 4 Minuten später noch etwas Resultatkosmetik, aber dabei blieb es.

Jetzt wird es eng, jetzt spitzt sich alles auf den letzten Spieltag der Meisterschaft zu und jetzt gilt es, sich rasch und konsequent von diesem Hammerschlag zu erholen und in Aarau ein völlig anderes Gesicht zu zeigen.

Linth24/MAL