Home Region Sport In-/Ausland Magazin Agenda
Kanton
19.09.2022
19.09.2022 11:50 Uhr

SVP, FDP, Die Mitte, GLP und Jungparteien: «Rettet die AHV»

Mehrere Parteien werben gemeinsam für die Annahme der AHV Reform am kommenden Wahlsonntag.
Mehrere Parteien werben gemeinsam für die Annahme der AHV Reform am kommenden Wahlsonntag. Bild: Pixabay
Es wird knapp bei den Abstimmungen, darum rufen mehrere Parteien auf zu «2x Ja zur AHV».

Gemäss den letzten Umfragen hat das Nein-Lager mächtig aufgeholt. Durch die geschickte Mischung aus Angstmacherei vor dem Rentenalter 67 und Faktenverdrehung, dass die erste Säule unserer Altersvorsorge Schuld an der Ungleichheit zwischen Mann und Frau ist, haben es die Gegner geschafft viele Leute auf Ihre Seite zu ziehen. Dies obwohl eine ausgewogene und faire Lösung zur Abstimmung steht, welche zur Gleichberechtigung beiträgt, dem Generationenvertrag zusätzlichen Halt gibt und zusätzlich eine zeitgemässe Flexibilisierung des Rentenalters ermöglicht.

Seit 25 Jahren keine Modernisierung

Die heute ausbezahlten AHV-Renten werden durch die Beiträge der Erwerbstätigen finanziert. Dieses System hat zum Zeitpunkt der Einführung der AHV im Jahr 1948 einwandfrei funktioniert. Aufgrund von Reformblockaden konnte die 1 Säule in den letzten 25 Jahren nicht mehr modernisiert werden. Aber in dieser Zeit hat sich nicht nur demografisch viel verändert. Daher braucht es eine Modernisierung der Altersvorsorge. Wichtig ist dabei, dass die Personen die bereits Renten beziehen, nicht durch diese Modernisierung finanziell leiden. Mit der Ablösung des Rentenalters durch das Referenzalter bringt die AHV 21 die nötigen strukturellen Modernisierungen, sodass die ganze Gesellschaft davon profitiert. Das starre Rentenalter wird durch ein Referenzalter ersetzt, welches die nötige Flexibilisierung zwischen 63 und 70 Jahren bringt. Auch die Frauen in den Übergangsgenerationen, welche als erste von diesen Änderungen betroffen sind, werden grosszügig durch lebenslange Ergänzungsleistungen entschädigt. Die AHV kann gleichzeitig stabilisiert, modernisiert und flexibilisiert werden, ohne dass es zu Rentenkürzungen für die Pensionierten kommt.

Auch finanzielle Massnahmen nötig

Für eine Stabilisierung der AHV braucht es mehr als nur strukturelle Anpassungen. Auch finanzielle Massnahmen sind für die Sicherung der künftigen Renten notwendig. Mit der AHV 21 wird von Bundesrat und Parlament eine Erhöhung der Mehrwertsteuer vorgeschlagen. Es handelt sich um eine minimale Erhöhung, abgestuft auf die verschiedenen Kategorien. Nahrungsmittel zum Beispiel werden nur mit 0.1 Prozentpunkten mehr belastet – also 10 Rappen auf einen Einkauf von hundert Franken. Für eine durchschnittliche Familie mit zwei Kindern bedeutet Mehrausgaben von etwa 200 Franken pro Jahr. Mit dieser Massnahme leisten alle Generationen einen Beitrag zur Sicherung der AHV, denn so können in den nächsten 10 Jahren fast 20 Milliarden Franken zusätzlich in die erste Säule einbezahlt werden.

Um jetzt unsere Altersvorsorge langfristig stärken zu können rufen die Kantonalparteien der SVP, FDP, Die Mitte und GLP, sowie ihre Jungparteien auf, jetzt noch zwei Mal Ja zur AHV 21 zu stimmen. Denn unsere Altersvorsorge darf nicht noch mehr in Schieflage geraten!

Junge Mitte Kanton St.Gallen