Home Region Sport In-/Ausland Magazin Agenda
Rapperswil-Jona
17.09.2022

Stadtforum: Zufriedenheit, Wehmut und Freude

Gut besuchtes Stadtforum. Wenn RJ ein Stadtparlament bekommt, wird das Forum Geschichte.
Gut besuchtes Stadtforum. Wenn RJ ein Stadtparlament bekommt, wird das Forum Geschichte. Bild: Markus Arnitz, Linth24
Das Stadtforum von Donnerstagabend bot keine spektakulären Auftritte. Die vom Stadtrat beantworteten Anliegen der letzten Sitzung boten wenig Anlass für Diskussionen.

Bis auf Details waren die Teilnehmer des Stadtforums mit den Ausführungen von Stadtpräsident Martin Stöckling zufrieden, so dass dieser zu den aktuellen Themen übergehen konnte.

Schule, Altersheim, Verkehr

Die FDP wollte wissen, wie viele 100% Pensen der Lehrkräfte in der Stadt tätig sind, da die Teilzeit Pensen den Stundenplan zulasten der Pflichtfächer auseinanderreissen. Man solle die Wahlfächer zu Randzeiten anordnen, damit es zu weniger Löchern in der Stundenplanung kommt.

Zum Altersheim Meienberg stellte sich die Frage, wie lange der bestehende Zustand noch tragbar sei.  Bauchef Christian Leutenegger geht davon aus, dass der Baubeginn des Pflegezentrums Schachen im Herbst 2023 realistisch ist, da kein Referendum zu erwarten ist. Die Bauzeit beträgt 3 Jahre. Ein Provisorium für den Meienberg würde für für 2 Jahre 7 Mio. Franken kosten, das mache keinen Sinn.

Beim Verkehr zeigten sich verschiedene Anliegen. Ein Punkt ist die Situation elektrobetriebener Roller in der Stadt. Der Stadtrat verzichtet auf die Bewilligungen für Scooter-Firmen, wie man sie aus allen Schweizer Grossstädten kennt. Für die Altstadt-Vereine, Anwohner, Wirte und Gewerbetreibende ist die Situation unbefriedigend; sie fordern mehr Präsenz und nicht bloss Absichtserklärungen, was die Belästigungen durch den Rollerverkehr betrifft. Fw Marcel Hollenstein, Kantonspolizei Rapperswil-Jona, informierte die Anwesende über die gesetzlich sehr herausfordernde Situation bezüglich Elektroroller in der Stadt und wies auf die bisherigen Kontrollen, Verzeigungen und Beanstandungen hin. Das reiche, man wolle keine Drohkulisse aufbauen, sondern setze auf das Gespräch mit Fehlbaren.

Haupttraktandum Klimaschutz

Mit der Vorstellung und dem fachlich überzeugenden Referat von Fabian Ruoss, dem neuen städtischen «Fachmitarbeiter Klimaschutz und Energie» wurde klar, dass die Stadt die nötige professionelle Kompetenz besitzt, um die geforderten Klimaziele mit nachhaltig sicherzustellen. Stadtpräsident Martin Stöckling warf die Frage in den Raum, ob in Zeiten steigender Energiepreise und der zu erwartenden Knappheit die Weihnachtbeleuchtung, oder grundsätzlich die bisherige nächtliche Beleuchtung im Allgemeinen, noch haltbar sei. «Wir können nicht von den Bürgern verlangen, dass sie Energie sparen und wir als Stadt vergeuden diese.»

Im Weiteren informierte Bauchchef Christian Leutenegger noch einmal zum geplanten Knoten Feldlistrasse.

 

Wachablösung als Stadtweibel. Links der scheidende Markus Felder , rechte der neue, Jürg Kürsteiner. Bild: Markus Arnitz

Wehmut und Freude

Mit einem weinenden Auge und viel Applaus wurde der scheidende Stadtweibel Markus Felder bedacht, der bald in Pension geht. 65 Mal hatte er diesen Anlass organsiert. Freude bereitete die Vorstellung des neuen Stadtweibels Jürg Kürsteiner, den viele schon als Leiter des Poststelle Rapperswil kannten. Die Power und der Spass für seine neue Aufgabe füllen die Lücke nahtlos auf.

Markus Arnitz, freier Mitarbeiter Linth24