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Fussball
11.09.2022
11.09.2022 17:01 Uhr

Der FC Walde feiert 50-Jahre-Jubiläum

PräsidentInnen-Reigen (v.l.): Marcel Gadient, Kaspar Rüegg, Loris Wildhaber seit 2022, Cornelia Moser, Vinz Rüegg, Peter Gubelmann, Franz Artho, Heinz Gisler.
PräsidentInnen-Reigen (v.l.): Marcel Gadient, Kaspar Rüegg, Loris Wildhaber seit 2022, Cornelia Moser, Vinz Rüegg, Peter Gubelmann, Franz Artho, Heinz Gisler. Bild: FC Walde
Beim Fussballclub Walde geht es zuweilen auch polysportiv zu und her, denn er sollte Sportclub heissen. Ob «Tschutten», Jass oder «Nüni-Zieh» – am Grümpi-Samstag, 3. September, wurde der 50. Geburtstag gefeiert.

1972, das Gründungsjahr des FC Walde, war ein bemerkenswertes Sport-Jahr. An den olympischen Spielen in Sapporo gewann beispielsweise Bernhard Russi die Goldmedaille, aber auch einige Sportgrössen erblickten das Licht der Welt: Ski-Ass Hermann Maier oder Fussballlegende Zinedine Zidane.

So oder so, auch die Gebrüder Rüegg vom Oberricken freuten sich dannzumal an allerlei sportlichen Aktivitäten und waren für den Fussball, das Skifahren oder Kegeln immer zu haben. Und so war es auch ein kleiner Schritt, andere für die Gründung eines Sportclubs zu begeistern. Am 29. April 1972 setzen sich Lehrmeister, Gewerbler, Lehrer, Pfarrer, Beizer und Hebamme, ja insgesamt 26 Personen, dafür ein, die Vereinsgründung wahr werden zu lassen. Auf Gründungspräsident Kaspar Rüegg folgte sogleich Vinz Rüegg, als erster Präsident des Vereins.

Leider schnappten sich die «Rickner-Böck» kurz davor den Namen Sportclub weg, so dass es halt im Pantherdorf Walde nun ein Fussballclub werden sollte. In der Hinterwies fand man als erstes einen Platz, der – trotz Telefonstange drauf – zum «Tschutten» taugte. Doch vom Ehrgeiz gepackt, war schnell ein neuer Platz erspäht: auf dem Grundstück der Armee im Cholloch! Das Kunststück gelang und der damalige Waffenplatzverwalter Zürcher gab per Handschlag sein Einverständnis für die Bereitstellung des Fussballplatzes.

Bild aus dem Jahre 1997, anlässlich des 25-Jahre Jubiläums des FC Walde. Bild: FC Walde

Grümpelturnier seit 1977

Die Absicht, in einer Liga zu spielen, bestand nie. Spieler, die das wollten, wechselten in einen anderen Club, kamen jedoch augenzwinkernd wenige Jahre später wieder zum FC Walde zurück. Für den Unterhalt des Rasens kaufte Platzwart Willi Rüegg einen Rasenmäher der Marke Ächerli von Ernst Schmucki. Der Rasenmäher hatte nur einen Vorwärts- und Rückwärtsgang und war sperrig im Handling. Deshalb verbrachte der Ächerli die meiste Zeit in der Rep-Garage im Äsch.

1977 war die Idee eines Grümpelturniers geboren und die Mitglieder machten Werbung zur Teilnahme in den eigenen Reihen – vor allem am Arbeitsplatz und in der Schule. Mit Holzwürmern, Wildheuern, Immer blau, Bim Hogeri, Rest. Sternen Üetliburg, Fam. Gähler Eschenbach – um nur einige zu nennen – waren immer einige launige und legendäre Mannschaftsnamen dabei. Zu gewinnen gab es Naturalpreise. Unter anderem waren die Kugelschreiber des Schweizer Fernsehens sehr beliebt.

Sommers wie winters in Bewegung

Zurück zu den polysportiven Aktivitäten. Für den Verein war von Anfang an klar, dass man nicht nur Fussballspielen wollte. Das Skifahren war beispielsweise angesichts der «voralpinen Gegend» hoch im Kurs. Bei den Pisten wurde auf alle Fälle nichts dem Zufall überlassen. Mit vereinten Kräften präparierten die Mitglieder schon Wochen vor den Skirennen die Unterlage. Somit war im Sommer und Winter in Walde etwas los.

Damit jedoch nicht genug. Die Waldener vom Oberricken forderten auch die Dörfler, Widner und Rüeterswiler im Kegeln und Jassen heraus. Und meistens am Abstimmungswochenende fand noch das Nüni-Zieh (Mühle-Spiel) für alle statt. Für einen Beitrag zum Dorfleben übernahm der Vorstand zudem den Klausgang der katholischen Kirchgemeinde Walde.

Am Fest am 3. September zeigten sich die Gründungsmitglieder stolz, dass der FC Walde noch immer lebt, wächst und gedeiht und für Männer, Frauen und Kinder nebst sportlichem Treffpunkt auch ein Ort des Miteinanders und der lebendigen Dorfgemeinschaft ist.

FC Walde