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Gesundheit
05.07.2022
05.07.2022 15:24 Uhr

Corona-Pandemie schlecht für Arztpraxen

Die Corona-Pandemie hat sich auch im zweiten Jahr – 2021 – negativ auf viele Arztpraxen in der Schweiz ausgewirkt. (Symbolbild)
Die Corona-Pandemie hat sich auch im zweiten Jahr – 2021 – negativ auf viele Arztpraxen in der Schweiz ausgewirkt. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE/APA Zentralbild
Auch im zweiten Corona-Jahr wirkte sich die Pandemie negativ auf Schweizer Arztpraxen aus. 2021 waren zwei von fünf reduziert tätig, jede fünfte war auf Kurzarbeit. Drei von fünf führten Impfungen durch.

Das sind die Ergebnisse der letzten Erhebung der Strukturdaten der Arztpraxen und ambulanten Zentren des Bundesamtes für Statistik (BFS), wie einer Mitteilung vom Dienstag zu entnehmen ist.

Während zwischen November 2020 und Oktober 2021 die Covid-19-Pandemie und die Massnahmen zu ihrer Eindämmung die Wirtschaft in der Schweiz beeinträchtigten, registrierten die Arztpraxen und ambulanten Zentren einen Rückgang ihrer Tätigkeit um 42 Prozent.

Zwischen November 2020 und Oktober 2021 verzeichneten 61 Prozent der fachmedizinischen Praxen mit chirurgischer Tätigkeit einen Betriebsrückgang. In den anderen Tätigkeitsgebieten wie in der Grundversorgung oder in der Gynäkologie mussten zwischen 41 Prozent und 50 Prozent der Arztpraxen ihre Tätigkeit einschränken.

Psychiatrie und Ostschweiz weniger stark betroffen

Weit weniger stark betroffen vom Coronavirus und den Massnahmen dagegen war die Psychiatrie, dort beklagten lediglich 26 Prozent der Praxen eine reduzierte Tätigkeit.

Zudem fielen die Ergebnisse je nach Region unterschiedlich aus. Während in der Ostschweiz nur 33 Prozent der Praxen einen Rückgang der Geschäftstätigkeit verzeichneten, lag dieser Anteil in der Genferseeregion und im Kanton Tessin mit 47 Prozent deutlich höher.

Keystone-SDA / Linth24