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16.06.2022

Zwei Gemeinde-Präsidentinnen bei Bundesrätin Sommaruga

Die zwei Gemeindepräsidentinnen aus dem Linthgebiet, Daniela Brunner aus Kaltbrunn (r) und Heidi Romer aus Benken (l) folgten der Einladung von Frau Bundesrätin Sommaruga nach Bern.  Insgesamt waren 160 Gemeindepräsidentinnen am Anlass dabei.
Die zwei Gemeindepräsidentinnen aus dem Linthgebiet, Daniela Brunner aus Kaltbrunn (r) und Heidi Romer aus Benken (l) folgten der Einladung von Frau Bundesrätin Sommaruga nach Bern. Insgesamt waren 160 Gemeindepräsidentinnen am Anlass dabei. Bild: Keystone/Collage Linth24
Rund 160 Stadt- und Gemeindepräsidentinnen der Schweiz sind am Samstag einer Einladung von Bundesrätin Simonetta Sommaruga gefolgt. Mit dabei waren auch Heidi Romer (Benken) und Daniela Brunner (Kaltbrunn).

Ziel dieses erstmaligen Treffens war unter anderem eine Vernetzung über die Regionen hinweg. Und dieses Ziel ist vollumfänglich erfüllt worden, wie die Gemeindepräsidentin aus Kaltbrunn, Daniela Brunner, gegenüber Linth24 berichtet: «Das Treffen war sehr bunt und vielfältig mit Frauen aus allen Sprachregionen und Landesteilen. Heidi Romer und ich besuchten den Anlass gemeinsam mit den anderen Exekutivfrauen aus dem Kanton St. Gallen. Insgesamt waren wir acht Gemeindepräsidentinnen und die Stadtpräsidentin von St. Gallen.» 

Und auch die Gemeindepräsidentin aus Benken, Heidi Romer, hatte nur lobende Worte für den Anlass: «Es war ein sehr angenehmes, interessantes und sehr persönliches Treffen mit allen Gemeindepräsidentinnen der Schweiz mit der Bundesrätin.»

In Stadt- und Gemeindepräsidien werde wertvolle Arbeit für die Bevölkerung geleistet, teilte das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) mit. Wenn alle Räder gut ineinander greifen würden, dann seien die Finanzen im Gleichgewicht, es könnten Infrastrukturen den Bedürfnissen entsprechend ausgebaut und instandgehalten und es könnten Arbeitsplätze angesiedelt werden.

Aufruf zur aktiven Mitgestaltung

Bundesrätin Sommaruga, die selber früher Mitglied einer Exekutive auf Gemeindeebene war, würdigte aus dieser Erfahrung heraus die Arbeit der Frauen. «Was in Städten und Gemeinden gut gedeiht, wirkt sich auf das ganze Land aus. Denn sie sind die Basis der Schweiz. Umso wichtiger ist es, dass auch dort Frauen aktiv mitgestalten», sagte Sommaruga.

Beide Vertreterinnen aus dem Linthgebiet beschreiben die Stimmung als sehr angenehm. Daniela Brunner: «Das Podium war thematisch leicht verdaulich. Das Treffen war sehr locker und die Stimmung im ‹Gymnasium Neufeld› war sehr angenehm.»

In der Schweiz gibt es laut Mitteilung knapp 2'150 Gemeinden. Gemäss einer Erhebung des Gemeindeverbands aus dem Jahr 2020 sitzt in rund 350 Gemeinden eine Frau an der Spitze. Das entspricht etwa 16 Prozent.

Das Uvek betonte in seiner Mitteilung, dass diese 16 Prozent relevant seien und die Frauen eine wichtige Vorbildfunktion übernehmen würden. Sie lebten vor, wie Frauen erfolgreich mitgestalten und Einfluss nehmen könnten. Im Nationalrat sowie im Bundesrat ist der Anteil der Frauen deutlich höher.

«In Gemeinden liegt entsprechend viel weibliches Potenzial brach», betonte Bundesrätin Sommaruga. Dieses Potenzial, sollte ausgeschöpft werden, «für das Land, für unsere Zukunft und für die ganze Bevölkerung», so Sommaruga.

Rolf Lutz, Linth24/Keystone