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16.06.2022

Hoffnungszeichen auf der Spur

Sonnenaufgang (l.) während der Überfahrt von Schmerikon nach Altendorf. Am späten Vormittag traf die Pilgergruppe in Einsiedeln ein.
Sonnenaufgang (l.) während der Überfahrt von Schmerikon nach Altendorf. Am späten Vormittag traf die Pilgergruppe in Einsiedeln ein. Bild: Seelsorgeeinheit Obersee
Unter dem Motto «Hoffnungszeichen auf dem Weg» veranstaltete die Seelsorgeeinheit Obersee kürzlich eine Wallfahrt nach Maria Einsiedeln, an der über hundert Personen teilnahmen.

Die Seelsorgeeinheit Obersee lud am Samstag nach Pfingsten zur Wallfahrt nach Maria Einsiedeln.

Über hundert Personen machten sich morgens früh mit dem Schiff von Schmerikon aus nach Altendorf auf den Weg. Der strahlende Sonnenschein der aufgehenden Sonne über dem Wasser war schon ein erstes grosses Hoffnungszeichen auf dem gemeinsamen Pilgerweg. Zum Leitwort «Hoffnungszeichen auf dem Weg» gestaltete das Seelsorgeteam auf dem Schiff bei einem Halt auf dem Wasser, in der Kirche von Altendorf und auf St. Meinrad Gebetshalte, welche auf die Spur von Zeichen am Wegrand führten, welche in der Hoffnung bestärken.

Die mitpilgernden Kinder waren eingeladen, auf dem Weg und bei den Stationen kleine Hoffnungszeichen in ihre bemalte Schatzkiste zu legen. Nebst eigenen Gegenständen waren da auch Glückskäfer oder ein Holzstück, die an die Glücksmomente erinnerten, wenn Menschen für andere da sind.

Eindrücklicher Gottesdienst in der Klosterkirche mit Bläsertrio

In Maria Einsiedeln stiessen nochmals über 30 Personen der Carwallfahrt und zahlreiche privat Angereiste zur Pilgergruppe, die gemeinsam mit der Klostergemeinschaft in der Klosterkirche einen eindrücklichen Gottesdienst feierte, welcher musikalisch von einem Bläsertrio mit sanften und melodiösen Klängen bereichert wurde.

Im Zentrum stand in der Feier der Gedanke, dass Menschen einander Hoffnungszeichen sein können, wo sie aus dem Glauben in tätiger Nächstenliebe für andere da sind. Treffend hat der französische Historiker Jean Jaurès im 19. Jahrhundert formuliert: «Die grössten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben können.»

Ein gemeinsames Mittagessen und der Kreuzweg am Nachmittag bildeten weitere Höhepunkte der Wallfahrt, welche mit dem Segen vor der Gnadenkapelle einen Abschluss fand.

Tief berührt und bereichert mit vielen schönen Begegnungen kehrten die Teilnehmenden mit dem Car oder individuell nach Hause zurück. In manchem Rucksack waren nebst den gesammelten Hoffnungszeichen am Wegrand auch Schafböcke aus Einsiedeln, die seit langer Tradition zu jeder Pilgerfahrt gehören.

Pfarrer Jürg Wüst, Seelsorgeeinheit Obersee