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Kanton
18.05.2022

Kantonaler Richtplan geht in Vernehmlassung

Alpenrhein bei Diepoldsau: Eine der Neuerung betrifft das Hochwasserschutzprojekt Alpenrhein Internationale Strecke (Rhesi).
Alpenrhein bei Diepoldsau: Eine der Neuerung betrifft das Hochwasserschutzprojekt Alpenrhein Internationale Strecke (Rhesi). Bild: Kanton St.Gallen
Die St.Galler Regierung gibt den Entwurf der Richtplan-Anpassung 2022 bis Ende Juni 2022 in die Vernehmlassung. Im Linthgebiet wird ein Deponietyp angepasst und ein Golfplatz-Standort gestrichen.

Die Regierung will den kantonalen Richtplan anpassen. Der Entwurf der Richtplan-Anpassung 2022 liegt bis Ende Juni 2022 in den Gemeinden auf und ist im Internet abrufbar. Die Bevölkerung ist eingeladen, an der Vernehmlassung mitzuwirken und Anregungen einzureichen.

Die Richtplan-Anpassung enthält eine Vielzahl an Änderungen. So liegt das überarbeitete Koordinationsblatt zum Hochwasserschutzprojekt Alpenrhein Internationale Strecke (Rhesi) vor und zwei räumliche Tourismusentwicklungskonzepte wurden im Richtplan aufgenommen. Weiter sollen ein Steinbruch erweitert und ein Deponietyp angepasst werden.

Rhesi: Neuer Grundlagenbericht berücksichtigt

Aufgrund der Vernehmlassungsergebnisse des Richtplans 2021 hat der Kanton das Koordinationsblatt zum Hochwasserschutzprojekt Alpenrhein Internationale Strecke (Rhesi) nochmals einer Mitwirkung und Vernehmlassung unterstellt. So ist beispielsweise der bisherige Planungsprozess detaillierter beschrieben. Ein neuer Grundlagenbericht beschreibt, wie in jeder Phase der Projektbearbeitung die Interessen abgewogen wurden.

So sind beispielsweise die Grundwasserfassungen im Bereich Viscose in Widnau so anzuordnen, dass sie die Anforderungen an Ökologie und Grundwasser optimal erfüllen. Der vorliegende Projektstand weist die Machbarkeit auf Stufe Richtplanung nach. Die Regierung beurteilt die Interessenabwägung als stufengerecht und inhaltlich korrekt.

Tourismuskonzepte festgesetzt

Der Tourismus hat in den Regionen Heidiland und Toggenburg eine starke regionalwirtschaftliche Bedeutung. Die räumlichen Tourismusentwicklungskonzepte Bad Ragaz und Pfäfers bzw. Toggenburg wurden im Richtplan festgesetzt. Die Konzepte bilden die Grundlage für die thematische und infrastrukturelle Weiterentwicklung des Tourismus. Die Konzepte berücksichtigen insbesondere die räumlichen Voraussetzungen und die sich wandelnden Gästebedürfnisse.

Bad Ragaz und Pfäfers setzen mit dem Thermalwasser auf den Gesundheitstourismus. Ergänzt um die Themen Kunst, Kultur und aktive Erholung entsteht ein attraktives ganzjähriges touristisches Angebot. Im Toggenburg steht das Thema «Klang» im Vordergrund. Ein Konzept legt dar, wie das Thema – ausgehend vom Klanghaus Toggenburg am Schwendisee – von Wildhaus über Nesslau, Lichtensteig bis nach Mogelsberg verankert werden kann.

Weitere Aktualisierungen: Siedlungsgebiet und Deponien

Die Anpassung 2022 enthält auch Änderungen am Siedlungsgebiet. So werden beispielsweise die Flächen für die Erweiterung des Walter Zoos dem Siedlungsgebiet zugeführt. Da in Amden die Idee eines Golfplatzes im Arvenbüel nicht weiterverfolgt wird, kann der Eintrag im Richtplan gelöscht werden.

Zudem soll der Steinbruch Kreienwald in Thal erweitert und die Deponie Steigriemen-Schönenbach in Gommiswald und Kaltbrunn soll neu auch für Inertstoffe genutzt werden.

Richtplan wird jährlich überarbeitet

Der Entwurf der Richtplan-Anpassung 2022 liegt bis am 30. Juni 2022 in allen Gemeinden auf. Ab sofort können die Vernehmlassungsunterlagen beim Amt für Raumentwicklung und Geoinformation des Kantons St.Gallen bezogen werden. Ebenso sind die Unterlagen im Internet veröffentlicht: www.areg.sg.ch > Kantonale Planung > Richtplan-Anpassungen.

Mit dem Richtplan zeigt die Regierung die Ziele auf, die sie in der räumlichen Entwicklung des Kantons verfolgt. Um die Bedürfnisse zeitgerecht in den Richtplan aufzunehmen, wird er jährlich angepasst.

Staatskanzlei Kanton St.Gallen