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Rapperswil-Jona
12.05.2022
12.05.2022 09:49 Uhr

Bürgerversammlung: Das sind die Traktanden

Stadtpräsident Martin Stöckling (l.) und Bauchef Christian Leutenegger erläutern die Jahresrechnung 2021 resp. die anstehenden Bauprojekte.
Stadtpräsident Martin Stöckling (l.) und Bauchef Christian Leutenegger erläutern die Jahresrechnung 2021 resp. die anstehenden Bauprojekte. Bild: Markus Arnitz, Linth24
Am 2. Juni stimmen die Stimmberechtigten von Rapperswil-Jona über zukunftsweisende und wichtige Projekte ab: Den Grünfelspark und die Sanierung der Holzwiesstrasse.

Stadtpräsident Martin Stöckling und Bauchef Christian Leutenegger gaben an der Medienkonferenz im Stadthaus Vorinformationen zu wichtigen Projekten, welche den Stimmbürgern an der Bürgerversammlung vom 2. Juni im Stadtsaal Kreuz zur Annahme vorgelegt werden. Neben der Jahresrechnung 2021 stehen 3 wichtige Projekte im Fokus.

Gutes Ergebnis bei Jahresrechnung 2021

Stadtpräsident Martin Stöckling kann den Bürgern ein gutes Jahresergebnis präsentieren. Die Rechnung schliess mit einem satten Ertragsüberschuss von 13 Mio. ab. Martin Stöckling: «Die wichtigsten Abweichungen im Budget sind die besser als erwarteten Steuereinnahmen juristischer Personen, die Buchgewinne unserer Anlagen und die 7 Mio. die wir für das Schwimmbad Lido nach dessen Ablehnung nicht ausgeben mussten.»

Zum Thema Lido meint der Stadtpräsident weiter: «Der gesamte Stadtrat nimmt die Neuplanung des Lido-Areals sehr ernst und arbeitet an einem mehrheitsfähigen Vorschlag.»

Grünfelspark

Ganz im Einklang mit dem Legat von Lotte Stiefel, kann die Stadt das brachliegende Land unterhalb der Villa Grünfels in einen innerstädtischen Park umwandeln. Bauchchef Christian Leutenegger: «Das Projekt ist nicht nur wichtig als innerstädtisches Erholungsgebiet, es ist auch eine Herzensangelegenheit. Ich kenne viele junge Menschen, die sich schon darauf freuen.» Auf dem Gelände südlich der Schlüsselstrasse ist ein Rollerpark geplant. Der Skaterpark bleibt wegen der Lärmimmissionen im Stampf.

Der Schlüsselweg wird verbreitert, um den Verkehrsteilnehmenden mehr Platz zu geben. Am Bahnhof Jona (Perron West) werden zusätzliche Veloabstellplätze geschaffen. Zu diesem Zweck beantragt er der Bürgerversammlung einen Baukredit in der Höhe von Fr. 3'140'000.--.

Sanierung Holzwiesstrasse

Die Holzwiesstrasse ist eine der wichtigsten und viel befahrene Verbindungsstrasse ins Zentrum von Jona. Aufgrund des Alters und der hohen Verkehrsbelastung ist sie in einem schlechten Zustand. Die Bedingungen für Velofahrer und Fussgänger sind ungenügend und für die kommenden Bauprojekte auf dem Vinora-Areal braucht es Möglichkeiten für deren Erschliessung. Mit dem Bau von separaten Radstreifen in beide Richtungen, dem Ausbau der Fussgängerquerungen und einem Mehrzweckstreifen für die Erschliessung künftiger Wohnbauten wird die Holzwiesstrasse nachhaltig saniert und den neuen Anforderungen gerecht.

Der Stadtrat beantragt zu diesem Zweck einen Baukredit von Fr. 3'984'000.--. Das Projekt leistet einen Beitrag zur Verbesserung zur Verkehrssicherheit des Fuss- und Veloverkehrs und der künftigen Raumentwicklung.

Ersatz der Lattenbachbrücke

Die Brücke über den Lattenbach genügt weder den Anforderungen des Verkehrs noch dem Hochwasserschutz. Sie kann aufgrund der Bauweise nicht erweitert oder ausgebaut werden. Die bisherige wird durch eine Stahlbetonbrücke ersetzt; die neue Brücke wird so optimiert, dass sie auch ein Jahrhunderthochwasser bewältigen kann.

Im Zuge des Brückenersatzes mit Verbesserung des Bachdurchlasses wird auch der Einlauf des Lattenbachs in die Jona angepasst. Dadurch wird der Lattenbach natürlicher geführt und ermöglicht den Abfluss eines hundertjährlichen Hochwasserereignisses (HQ 100). Mit den Gerinneanpassungen werden ökologische Defizite behoben und eine Aufwertung erreicht. Die Durchgängigkeit wird sowohl für aquatische wie auch für terrestrische Lebewesen ermöglicht. Der Stadtrat beantragt einen Baukredit Fr. 2'211'000.--.

Bauchef und Stadtpräsident freuen sich

Bauchef Christian Leutenegger kommt bei der Umsetzung seine jahrelange Berufspraxis mit Grossbaustellen und heiklen Projekten zugute, so dass die Umtriebe durch die Bautätigkeit möglichst gering gehalten werden können. 

Stadtpräsident Martin Stöckling freut sich auf die Bürgerversammlung und wünscht sich einen vollen Stadtsaal im Kreuz.

Markus Arnitz, freier Mitarbeiter Linth24 / Stadt Rapperswil-Jona