Rapperswil-Jona
22.04.2019

LESER KRITISIERT SPORT-PROMI REGULA SPÄNI

In der Linthzeitung vom 15. April schrieb Regula Späni einen Beitrag unter dem Titel «Denn sie wissen, was sie tun». Dieser sties einem Zeitungsleser auf und er bittet um die Veröffentlichung seines Leserbriefes, bei der Linthzeitung und Linth24.

Leserbrief von Peter Steiner (22.04.2019)

In einem harschen, rundumschlagenden Kommentar beschuldigt uns Regula Späni in ihrer Kolumne vom 15.04.2019 in der Linth-Zeitung, dass wir Alten mit unserem egoistischen und gierigen Verhalten den jungen Menschen deren Zukunft zerstören würden. Eine existenzbedrohende Zukunft, die nicht sie in die Wege geleitet hätten, sondern wir, eben die Alten. Es sei deshalb nur logisch, dass die Jugend von heute empört dagegen vorgehe und uns den Spiegel vorhalte und uns zwinge, unseren Lebensstiel zu ändern. Unerhört, solche verunglimpfende Anschuldigungen zu veröffentlichen.

Nach dem Verständnis der Kolumnenschreiberin bin auch ich einer auf ihrer Anklagebank sitzender umweltschädigender Zeitgenosse. Kurz nach Kriegsende geboren, hiess es damals für die meisten von uns, hart arbeiten und für die Zukunft zu sorgen. Freizeitbeschäftigungen und Vergnügen standen – wenn überhaupt – an zweiter Stelle. Es gab zu jener Zeit nur wenige Privilegierte, die sich aktiv und später professionell dem Sport verschreiben konnten, wie zum Beispiel Regula Späni.

In diesem Zusammenhang ist anzunehmen, dass sie die vielen Reisen zu den weltweiten Sportanlässen als aktive Sportlerin und später als Journalistin und Moderatorin des SFR nicht mit dem Ruderboot oder mit dem Segelflieger zurückgelegt und somit die Umwelt auch belastet hat. Es standen den privilegierten Leuten damals schon moderne Verkehrsmittel, wie das umweltbelastende Auto und Flugzeug zur Verfügung. Die boomende Wirtschaft entwickelte sich rasant und wird ja heute als Wohlstandssegen gepriesen.

Was unsere Vorfahren unter nicht mehr vorstellbaren Arbeitsbedingungen geschaffen haben, haben wir – eben die nun so abschätzig dargestellten Alten – zum Stand von heute weiterentwickelt. Mit fortschreitender Technik entstanden für unsere Jungen ungeahnte Arbeitserleichterungen und viele Möglichkeiten für eine hochstehende berufliche Weiterentwicklung, wovon wir «Alten» nicht einmal zu träumen wagten.

Frau Späni, wir Rentenbezieher hinterlassen unserer Juged eine würdige und hoffnungsvolle Zukunft und nicht das Gegenteil, wie sie es stigmatisieren. Der von ihnen angesprochene Überfluss liegt bei der Jugend und nicht bei uns AHV-Rentnern, mit den bescheidenen und selbst erwirtschafteten Renten. Zum Glück sieht dies ja der Grossteil der Jugendlichen auch so und empfindet absolut kein Verlangen auf die Strasse zu gehen und gegen die «Alten» zu demonstrieren. Sie wollen nicht einen Keil zwischen die Jungen und Alten schlagen, wie dies ein paar unvernünftige Aktivisten versuchen. Wer uns Alten ein negatives Imagine über die Hintergründe der Klimaerwärmung anheften will, handelt unseriös.

Linth24 lädt Regula Späni ein, auf diesen Leserbrief zu reagieren. Damit will Linth24 als nicht Monopol-Medium den freien Meinungsaustausch fördern.

Peter Steiner, 8733 Eschenbach