Uznach
01.04.2019

LETZTE KIRCHBÜRGERVERSAMMLUNG IN UZNACH

Am Sonntagabend fand die letzte eigene Kirchbürger-Versammlung der Katholischen Kirchgemeinde Uznach statt.

Der letzte Schritt auf dem Weg zur Vereinigung der Kirchgemeinden Uznach, Schmerikon und Gommiswald ist getan. Am Sonntagabend genehmigten die Uzner Katholiken Jahresrechnung 2018, Bericht der Kontrollstelle, Budget und Steuerplan 2019.

Die Kirchbürgerversammlung war auf der ganzen Linie ausergewöhnlich. War der frühe Beginn um 18.00 Uhr der Grund dafür, dass von den 2976 Stimmbürgern «nur» 80 vom Ratspräsident Christoph Meier (Foto) begrüsst werden konnten? Diese Frage bleibt unbeantwortet. Neu war, dass der Kirchenchor vor und nach den Verhandlungen einen Strauss Frühlingslieder sang. Neu war auch, dass ein reichhaltiger Apéro serviert wurde. Die Kirchbürger nahmen zudem Abschied von der allgemein geschätzten Seelsorgerin Annemarie Marty. Mit einer Schweigeminute wurde ihr die letzte Ehre erwiesen.

Der Amtsbericht beschränkte sich im Wesentlichen auf die erledigten Geschäfte. Christoph Meier legte in seinem Jahresbericht insbesondere grossen Wert auf die Würdigung aller Mitarbeitenden, des Seelsorgeteams und der Freiwilligen.

Finanziell erfolgreiche Vergangenheit

Die Sanierung der Kreuzkirche konnte mit Erfolg im September 2018 abgeschlossen werden. Der Kostenvoranschlag betrug CHF 850'000.- Die Baurechnung belief sich auf CHF 748'939.53, also fast 12 Prozent weniger als budgetiert. Die Denkmalpflege leistete einen Beitrag dazu.

Die Jahresrechnung erläuterte Vinzenzo Pasquale.  Die Verwaltungsrechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von CHF 17'438.46 ab. Vorgesehen war ein Aufwandüberschuss von rund CHF 77'000.-. Das Ergebnis war also fast 100‘000 Franken besser als erwartet. Zum Besserabschluss trugen die Personalvakanzen und mehr Steuereinnahmen bei. Der Überschuss wird in einen Reservefond überführt.

Mehrkosten für 2019

Das Budget 2019 rechnet mit einem Mehraufwand von CHF 200'000. Da der Administrationsrat eine Lohnerhöhung beschloss, muss die Lohntabelle angepasst werden. Ausserdem muss zur Leistungswahrung der Pensionskasse des Katholischen Kollegium Uznach rund CHF 42'000 Nachzahlung leisten. Der geplante Büroausbau für die Verwaltung der neuen Kirchgemeinde Obersee im Tönierhaus führt zu Mehrkosen von CHF 57'500. Die gründliche Innenreinigung der Stadtkirche wird mit CHF 115'000 budgetiert.

Auf dem Weg der Vereinigung

Seit einiger Zeit sind die Kirchgemeinden Uznach, Schmerikon und Gommiswald gemeinsam auf dem Weg zur Vereinigung. Die Stimmbürger hatte im November 2017 einer Vereinigung zugestimmt. Die Behördenkonferenz erarbeitet eine neue Gemeindeordnung. Damit können die strategischen Aufgaben für die rund 8'000 Katholiken besser erfüllt werden.

In Uznach entsteht die operative Verwaltungsstelle geschaffen mit Sekretariat, Finanzverwaltung und Liegenschaftsbetreuung. Die Verwaltung wird ins Tönierhaus einziehen. Der künftige Kirchenverwaltungsrat besteht neu aus 7 Mitgliedern, die mit einem Ressortsystem arbeiten.  Die notwendigen Verwaltungsstellen sind ausgeschrieben und werden ab 1.1.2020 eingesetzt. Die Entscheidungswege werden mit der neuen Organisation verkürzt, zumal bereits heute im Seelsorgeverband viele Gemeinsamkeiten schon bestehen.

Der Pfarreirat wird auch im neuen Kirchenverbund aktive Arbeit leisten. Doch dazu sind Mitbürger gesucht, die gewillt sind, Anlässe zu schaffen oder zu unterstützen.

Werner Hofstetter