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26.01.2022

Zwei kirchliche Feste stehen bevor

Der Blasiussegen gegen Halskrankheiten wird mit zwei gesegneten Kerzen in gekreuzter Form erteilt.
Der Blasiussegen gegen Halskrankheiten wird mit zwei gesegneten Kerzen in gekreuzter Form erteilt. Bild: www.pfarrei-cham.ch
Die Kirche feiert jeweils am 2. Februar Maria Lichtmess und tags darauf das Fest des Heiligen Blasius. Linth24 blickt auf diese zwei alten Traditionen.

Maria Lichtmess

40 Tage nach Weihnachten, also am 2. Februar, feiert die Kirche das Fest von «Maria Lichtmess». Traditionell beschliesst das Fest die Weihnachtszeit. Früher war es üblich, erst an diesem Tag Krippe und Weihnachtsbaum aus der Stube zu entfernen.

Zu Maria Lichtmess, heuer am Mittwoch, 2. Februar werden in der Kirche die Kerzen geweiht, die in den Gottesdiensten gebraucht werden. Die gesegneten privaten Kerzen dienten früher (bzw. teils heute noch) zu Hause als Abwehr von Gewittern, Feuer und Unheil.

Fest des Heiligen Blasius

Am Donnerstag, 3. Februar, wird das Fest vom Heiligen Blasius gefeiert. Bevor er Bischof wurde, praktizierte er als Arzt in Kleinasien.

Bei der Christenverfolgung ums Jahr 316 zog sich Bischof Blasius in eine Höhle im Gebirge zurück und lebte mit den Tieren zusammen. Verletzte Tiere heilte er. Bei einer Jagd wurde er entdeckt und gefangen genommen. Auf dem Weg in den Kerker wurde ihm ein Kind vorgeführt, dem ein Fischgrat im Hals stecken blieb. Mit seiner Arztkunde und der Verbindung mit Gott konnte er den Grat entfernen und das Kind vor dem Erstickungstod retten. Bischof Blasius wurde aber trotzdem eingekerkert und anschliessend hingerichtet.

So oder so, im Volksglauben soll der Blasiussegen vor Halskrankheiten bewahren. In der heutigen Zeit hält der Priester zwei gekreuzte Kerzen an den Hals der zu segnenden Person und spricht: «Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheiten». Blasius wird auch gegen Zahnschmerzen angerufen und ist Patron der Ärzte. Seine Reliquien können in St. Blasien, einem Ort im Schwarzwald, bestaunt werden und ziehen jedes Jahr viele Hilfesuchende an.

Werner Hofstetter, freier Mitarbeiter Linth24