Home Region Sport In-/Ausland Magazin Agenda
Leserbrief
Leserbriefe
20.01.2022

Leserbrief «Nein zum Mediengesetz»

Linth24-Leser Max Bürgin erläutert, warum es ein Nein zum Mediengesetz brauche.
Linth24-Leser Max Bürgin erläutert, warum es ein Nein zum Mediengesetz brauche. Bild: Kampagne "NEIN-Komitee zum neuen Mediengesetz".
Ein Linth24-Leser ist sich sicher: «Nur bei einem NEIN zum Mediengesetz besteht in Zukunft die Chance, dass der Journalismus sich von den Abhängigkeitsfesseln befreien kann.»
  • Leserbrief von Max Bürgin

«Die Mainstreammedien schwimmen vielleicht nicht im Geld, dafür bis zum Hals im Schlamm. Was denn Schlamm angeht: Völlig zu recht, haben sie dies doch mit ihrer Propaganda-Berichterstattung in den vergangen zwei Jahren auch selbst verschuldet und so zusammen mit Alain Berset sich einen Bärendienst erwiesen.

Die zaghaften Kehrtwendungen einiger wenigen Journalisten in jüngster Zeit sind womöglich nur der kommenden Abstimmung geschuldet. Klar ist, nur bei einem NEIN zum Mediengesetz besteht in Zukunft die Chance, dass der Journalismus sich von den Abhängigkeitsfesseln befreien kann. Es muss das Ziel jedes unternehmerischen Wirkens sein, sich mit seinen Kunden – in diesem Fall mit Abonnenten und Werbung – zu finanzieren. Diese Vertrauen wieder aufzubauen wird seine Zeit brauchen, gewiss, und das ist gut so.

Eine ehrlich gemeinte Entschuldigung an Andersdenkende, für all die Diffamierungen bis hin zur Hetze gegen Massnahmengegnern sowie für die absichtliche falsche oder fehlende Berichterstattungen, würde die Durststrecke zwar nicht verhindern. Was aber helfen könnte, ist eine breit abgestützte und unzensierte Berichterstattung, auf dessen Grundlage sich der Leser seine eigene Meinung bilden kann.

Ein NEIN ist darum auch eine Chance für eine Branche mit wichtiger gesellschaftlicher Funktion, welche wie man weiss, auch ohne Subventionen Gewinne schreibt. Auch das ist gut so.»

Max Bürgin aus St. Gallenkappel