Rapperswil-Jona
03.11.2018

ABBAU DER OBERSTUFEN-STANDORTE GEHT IN RAPPERSWIL WEITER

Wegen des Rücktritts von Schulpräsident Thomas Rüegg und im Hinblick auf das Stadtforum vom 15. November will die lokale CVP wissen, ob die geplante Reduktion der Oberstufen von ursprünglich fünf auf schliesslich drei weiterhin vorgesehen ist.

Der Stadtrat von Rapperswil-Jona antwortet im Hinblick auf die erwartete Bevölkerungsentwicklung und stellt fest:

Auswirkungen von der regen Bautätigkeit in Rapperswil-Jona spürt die Schule bereits heute: Quartiererweiterung Erlen, steigende Einwohnerzahl in Wagen, Überbauung Meiengartenstrasse (Helbling) kurz vor der Fertigstellung, Überbauung Kreuzstrasse (Klotz) im Rohbau fertig gestellt. Dazu kommen die sich in der Planung befindenden Wohnbauprojekte Eichfeld (Erweiterungsbau), Rütistrasse (Neubau), St.Gallerstrasse (Neubau), Sonnenbühl (Neubau), Seewiese (Neubau) und Citycenter (Neubau).

Insgesamt ist aufgrund der Zonenordnung und den Anstrengungen zur Verdichtung mit weiteren Bauprojekten in Rapperswil-Jona zu rechnen.

Mit der Aufhebung der OS Bollwies (2017) wurde in der Schulanlage Bollwies Schulraum für die Primarstufe freigespielt, damit für zukünftige Schülerinnen und Schüler aus dem östlichen Einzugsgebiet genügend Schulraum bereitgestellt werden kann. Aktuell stossen die Schulhäuser PS Hanfländer, PS Wagen und PS Schachen an ihre Kapazitätsgrenze; für diese Schulhäuser müssen bereits kurz- oder mittelfristig Lösungen bereitgestellt werden. Dies auch, weil die Nachfrage nach den schulergänzenden Betreuungsangeboten stetig wächst und dies zusätzlichen Raumbedarf fordert.

Der Schulrat und insbesondere der Schulpräsident sind sich der Verantwortung einer vorausschauenden Schulraumplanung bewusst. Die Bürgerschaft hat deshalb im Rahmen der Budgetgenehmigung 2018 einen Rahmenkredit über Fr. 200‘000.- für eine „Machbarkeitsstudie Schulraumplanung“ gutgeheissen. Die Studie wird zurzeit von einem renommierten Planungsbüro erarbeitet, der Schlussbericht wird Ende 2018 erwartet.

Aufgrund dieses Berichtes wird der Schulrat Folgerungen und Massnahmen für die gesamtstädtische Schulraumplanung ableiten, die dann geplant und priorisiert umgesetzt werden sollen. Der Schulrat wird seine Überlegungen zuhanden des Stadtrats aufbereiten und dem Stadtrat zur Genehmigung unterbreiten.

Damit zur Beantwortung der Fragen:

  1.  Die seinerzeit vom Schulrat festgelegte Oberstufenstrategie 5-4-3 hat weiterhin Gültigkeit. Mit dem Neubau OS Weiden wurde diesbezüglich ein wichtiger Zwischenschritt erreicht (Reduktion von 5 auf 4 Oberstufenzentren). Die Raumsituation auf der gesamten Oberstufe hat sich mit dem Neubau OS Weiden entschärft; der Fokus der Schulraumplanung liegt zurzeit bei der Primarstufe. Das Projekt der Konzentration der Oberstufenstandorte auf 3 Schulhäuser wird der Schulrat aufgrund der Erkenntnisse aus dem Bericht der Schulraumplanung im ersten Halbjahr 2019 angehen. Demzufolge wird der Schulrat das Projekt mit der Nachfolgerin resp. dem Nachfolger von Thomas Rüegg zu Ende führen.
  2. Aufgrund der Erkenntnisse aus dem Bericht zur Schulraumplanung wird der Schulrat mittel- und langfristige Planungsüberlegungen anstellen. Neben pädagogischen und demographischen Fragen müssen dazu v.a. auch bauspezifische und finanzielle Fragen geklärt werden. Die bestehenden Oberstufenzentren OS Burgerau und OS Kreuzstrasse weisen z.B. einen hohen Sanierungsbedarf auf, ebenso die drei Turnhallen in der Schulanlage Hanfländer. Nach dem Bahnhof Jona, dem Schulhausneubau OS Weiden und dem neuen Alters- und Pflegezentrum Schachen bedeutet die Fortführung der 5-4-3 Strategie ein weiteres, grosses Investitionsvorhaben für Rapperswil-Jona.
  3. Weil diesbezüglich keine weiteren Beschlüsse gefasst worden sind, ist der Schulrat der Meinung, dass die Bevölkerung korrekt und „up to date“ informiert ist. Die nächste Information zum Thema Schulraumplanung ist ca. Mitte 2019 angezeigt.
(OriginalMeldung, Autor: Stadtrat Rapperswil-Jona, Foto: Neubau OS Weiden)