Uznach
05.11.2018

GILBERTE DE COURGENAY IN DER GRYNAU

Am Sonntag, 11. November 2018, jährt sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Das Festungskino im Infanteriewerk Grynau nimmt dieses Erinnerungsjahr zum Anlass, Filme zu zeigen, die an diese so genannte «Urkatastrophe» des 20. Jahrhunderts erinnern. Am Jahrestag des Waffenstillstands erinnert der Schweizer Filmklassiker «Gilberte de Courgenay» daran, wie hart der lange Aktivdienst für die Truppe damals war, auch wenn die Schweiz zum grossen Glück nicht in den Krieg hineingezogen wurde.

Der Film, der während des Aktivdienstes im Zweiten Weltkrieg produziert wurde, erzählt die Geschichte der Artilleriebatterie 38, die im Winter 1915/ 16 in Courgenay im Jura Quartier bezieht. Die Stimmung ist schlecht: Alle Urlaubsgesuche sind  abgelehnt worden, und die Männer werden Weihnachten nicht im Familienkreis feiern können. Gilberte, die fröhliche, aufgeweckte Wirtstochter des Hôtel de la Gare, bereitet ihnen ein unvergessliches Weihnachtsfest. Die junge Frau versteht es, mit einem Lächeln die  Trübsal zu verscheuchen und den Kummer der Soldaten zu lindern. Im Geheimen liebt sie Kanonier Hasler, obgleich sie weiss, dass er darunter leidet, von seiner Verlobten Tilly aus Bern keine Nachrichten zu erhalten. Hasler weiss nicht, dass Tillys Vater, der reiche Hotelier Odermattt, die Post aus Courgenay abfängt und die Briefe des «Kanoniers ohne Bankkonto» in seinem Schreibtisch versteckt. Dank einem beurlaubten Kameraden Haslers wird Tilly misstrauisch, kommt der Sache auf die Spur und besteigt umgehend den Zug in den Jura. Dort entgeht ihr die besondere Beziehung zwischen ihrem Verlobten und der Jurassierin nicht, als die Soldaten und Offiziere ein Lied anstimmen, das Hasler ihr zu  Ehren komponiert hat und das sie in der ganzen Armee populär machen sollte.

Der Film startet am Sonntag, 11. November 2018, um 14.30 Uhr in der Kaverne der Festung Grynau. Wer vor dem Kinobesuch das Infanteriewerk auf einer Führung kennen lernen möchte, kann die um 13.00 startende Führung gleich mitbuchen. Weitere Informationen und Ticktereservation unter www.festungskino.ch.

(OriginalMeldung, Autor: David Mynall)