Schänis
11.11.2018

SCHÄNIS: EINTAUCHEN IN DIE WELT VON ROMI CASH

Am Samstag durfte Romi Cash im Kultur- und Freizeitzentrum Eichen in Schänis Vernissage feiern.

Die Schriftbilder und Illustrationen von Romi Cash, aber auch ihre kalligraphischen Hommagen an Rilke und Hesse sind faszinierende Beispiele ihrer immensen Schaffenskraft. Die Ausstellung dauert noch bis 23. Dezember 2018.

Wie ein Vogel im Wind

Es fiel den Laudatoren Judith Bertschi Annen und Albert Schmidt sichtlich leicht, von Romi Cash zu erzählen. Die bekennende Glarnerin mit Wohnsitz hoch über dem Linthgebiet scheint nimmer müder Geist fantastischer Ideen zu sein, welche in ihrer Umsetzung an Detailliebe und kompositorischer Genialität ihresgleichen suchen. Trotz absolut vitaler, ja tatkräftiger Ausstrahlung ist es immer wieder auch die Feinheit und Leichtigkeit, welche sich in ihren Werken zeigen. Ihre Bilder, welche oft Vögel, Fische, Segel, Wellen und Wolken zeigen, unterstreichen diese Schwerelosigkeit und Dynamik. Die Malerin, Gestalterin, Buchautorin und Erfinderin Cash weiss so spielerisch mit Worten, mit Buchstaben, mit Papier und Farbe umzugehen, dass jede ihrer Arbeiten Lust macht, sie zu erkunden. Albert Schmid brachte es in seiner eigens für die Vernissage geschriebenen Geschichte auf den Punkt: Man kann sich Cash sogar als Steinzeitkünstlerin vorstellen, die selbst Höhlenmalereien aus dem «Effeff» heraus beherrscht.

«Umwege» in der Atelierzeit

Das Konzept des Ateliers im Eichen erlaubt es Künstlerinnen und Künstlern verschiedener Sparten den hellen Raum ein paar Monate für ihre kreatives Tun zu nutzen. Während der Öffnungszeiten des Kulturlokals ist auch das Atelier offen und man kann den Schaffenden über die Schulter schauen. Am Ende de Atelierzeit steht dann beispielsweise eine Ausstellung, eine Lesung oder ein Konzert an. So war es denn auch am Samstag bei Romi Cash, die den Schlüssel für den «Werkraum» anlässlich der Vernissage dem Riedner Holzbildhauer Ruedi Kyburz übergab. Das Stelldichein der Gäste im Eichen-Lokal war begleitet von Musik von «Molto Pesto». Cash selbst ergriff nach den Reden ihrer Laudatoren selbst noch das Wort und berichtete schmunzelnd über ihren Start im Atelier, über den Krampf mit den Buchstaben bis zur glücklichen Inangriffnahme der grossformatigen Leinwände. Letztere sind nun Blickfang an der prominentesten Wand in den Ausstellungsräumen und laden ein, in die surreal-bezaubernden Erzählwelten Romi Cashs einzutauchen.

Ausstellung offen bis 23.12.2018, Do.+ Fr. 19 – 21 Uhr, Lesung, Sonntag, 25.11.2018, 17.00 – 18.30 Uhr, Kulturlokal Eichen, Schänis.

(OriginalMeldung, Autorin: Gabi Corvi)