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Kanton
01.12.2021
01.12.2021 11:57 Uhr

Verschärfung: Maskenpflicht gilt auch im Club

2G ist vorerst noch kein Thema
2G ist vorerst noch kein Thema Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Die Auslastung der Intensivstationen ist aktuell hoch. Deshalb haben die Regierungen der vier Ostschweizer Kantone eine erweiterte Maskenpflicht beschlossen. Diese gilt im Kanton St.Gallen ab diesem Donnerstag, 2. Dezember 2021.

In der Ostschweiz steigt die Anzahl Personen, die wegen einer Corona-Infektion in Spitalbehandlung sind, wieder stark an. Ohne Gegenmassnahmen droht eine Überlastung der Spitalkapazitäten. Das möchten die Regierungen der vier Ostschweizer Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Thurgau und St.Gallen verhindern und haben deshalb eine erweiterte Maskentragpflicht beschlossen.

Damit möchten sie die Zahl der Neuansteckungen reduzieren und ein einheitliches Vorgehen in der Ostschweiz sicherstellen.

In allen vier Kantonen gilt die erweiterte Maskentragpflicht an folgenden Orten:

  • an Veranstaltungen im Innen- und Aussenbereich, zum Beispiel an Konzerten oder Partys sowie in Kinos und Theatersälen
  • an Fach- und Publikumsmessen sowie Märkten, zum Beispiel Weihnachtsmärkten
  • in den Warte- und Zugangsbereichen des öffentlichen Verkehrs, zum Beispiel auf dem Perron oder an Bushaltestellen
  • in Spitälern und Kliniken, Alters- und Pflegeheimen sowie in Wohnheimen für Menschen mit einer Behinderung

Die Regierung des Kantons St.Gallen hat zudem eine Maskentragpflicht in sämtlichen öffentlich zugänglichen Innenräumen beschlossen. Dazu gehören zum Beispiel Museen, Bibliotheken, Fitnesscentren und Badeanstalten sowie Bars und Clubs. Zudem muss die Konsumation von Getränken und Speisen im Sitzen erfolgen.

Die erweiterte Maskentragpflicht gilt unabhängig davon, ob der Zugang an einem Ort bereits auf Personen mit einem Zertifikat beschränkt ist. Ausgenommen von der Maskentragpflicht sind insbesondere Kinder unter 12 Jahren und Personen, die nachweisen können, dass sie aus besonderen Gründen, insbesondere medizinischen, keine Gesichtsmasken tragen können.

Wieder mehr Home Office

Gleichzeit rufen die vier Regierungen die Bevölkerung dazu auf, die bereits bekannten Hygieneempfehlungen wieder stärker zu beachten.

Dazu gehören: regelmässig Hände waschen oder desinfizieren, regelmässig und ausreichend Innenräume lüften, einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten und wo dies nicht möglich ist, eine Maske tragen - auch im privaten Umfeld. Diese Empfehlungen gelten auch für geimpfte Personen. Wer sich an die Hygieneempfehlungen hält, leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus.

Die vier Regierungen rufen die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber deshalb dazu auf, für ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wieder vermehrt Home Office einzuführen, soweit dies möglich ist.

stgallen24/ Linth24