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Uznach
09.11.2021
09.11.2021 16:30 Uhr

Überlebenskampf der Ortsvereine

Viele Vereine sind nicht erst durch die Pandemie in Schwierigkeiten geraten.
Viele Vereine sind nicht erst durch die Pandemie in Schwierigkeiten geraten. Bild: Linth24
Seit Jahren lädt der Verkehrsverein Uznach die Ortsvereine zu einer Präsidenten- und Terminkonferenz ein. Dieses Jahr standen vor allem die Ortsvereine im Fokus.

Situationsbedingt konnte Josef Kofler nur wenige Vereinsvertreter zur Präsidenten- und Terminkonferenz begrüssen. Viele Vereine sind nicht erst durch die Pandemie in Schwierigkeiten geraten. Die Mitgliederzahlen stagnieren seit Jahren – eine Entwicklung, die Corona noch verschärfte. Ohne Aktivitäten in den Vereinen, ohne Präsentation bei der Bevölkerung ist es schwierig, neue Mitglieder zu gewinnen. Durch die Lockdowns konnten weder Veranstaltungen noch Übungsabende angeboten werden, was auch zu Löchern in den Vereinskassen führte. Dank den Lockerungen der Massnahmen haben auch die Vereine wieder mehr Möglichkeiten für Aktivitäten erhalten, doch über grössere Anlässe wie Fasnacht, Markttage, 150 Jahre Turnverein und Männerchor, Nationenfest, musikalische Auftritte usw. konnte an der Konferenz keine Prognose abgegeben werden.

Neue Homepage

Gemeindepräsident Diego Forrer wies auf die neue Homepage der Gemeinde Uznach hin, welche einerseits über alle laufenden Veranstaltungen orientiert und auf welcher andererseits alle Vereine mit Kontaktperson aufgelistet sind. Um aktuell zu bleiben, sind die beiden Infofenster von den Vereinen selber zu füttern – nur so können die rund 75 Vereine in der Gemeinde ihre Präsenz markieren.

Plastikverbot

Ein weiteres einschneidendes Thema der Konferenz war das Plastikverbot. Jeden Tag wird tonnenweise Plastikgeschirr nach einmaligem Gebrauch entsorgt, die Nutzungsdauer eines Einweggeschirr aus Plastik ist somit denkbar kurz. Das Mieten von Mehrweggeschirr, Metallbesteck und Trinkgläser ist nicht nur teuer, sondern bedingt eine Abwaschstation und gute Logistik – der Verlust ist daher unglaublich hoch. Ein EU-Gesetz regelt den Plastikverbrauch und mittlerweile sind viele Alternativen zum Plastikgeschirr entwickelt worden: Vorgestellt werden Geschirr aus Bambus, Holz, Zuckerrohr, Palmblatt, Pappe usw. Doch Organisatoren und Festbesucher haben sich noch nicht genügend mit Recycling und Umdenken befasst. Das Thema nahm Gemeindepräsident Forrer mit in seine Amtsstube, um ein Abfallkonzept und Umweltschutz umzusetzen.

Werner Hofstetter, freier Mitarbeiter bei Linth24