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Eschenbach
11.05.2020
11.05.2020 10:12 Uhr

2019 ein Erfolg für Sportbahnen Atzmännig

Fantastische Winterbedingungen herrschten im Januar und Februar 2019 für Wintersport, was einen Beitrag zu den guten Zahlen leistete.
Fantastische Winterbedingungen herrschten im Januar und Februar 2019 für Wintersport, was einen Beitrag zu den guten Zahlen leistete. Bild: ZVG / Sportbahnen Atzmännig AG
Die Generalversammlung fand ohne Aktionariat stand. Trotz guten Zahlen für 2019 wurde zum Schutz der Liquidität angesichts der Aussichten für 2020 keine Dividende ausbezahlt.

Am 8. Mai 2020 wurde die spezielle Generalversammlung der Sportbahnen Atzmännig AG im kleinen Rahmen durchgeführt. Anders als in der Vergangenheit waren aufgrund der «ausserordentlichen Lage» keine AktionärInnen vor Ort. Deren Stimme wurden durch einen unabhängigen Stimmrechtsvertreter bestätigt.

Das Geschäftsjahr 2019 war umsatzmässig ein neues Rekordjahr. Die Wintermonate Januar und Februar waren sehr stark und von traumhaften Winterverhältnissen geprägt. Von Juni bis September herrschte vorwiegend gutes Ausflugswetter, was dem Atzmännig viele Tagesgäste bescherte. Einzig der durchzogene Oktober und die gänzlich ausbleibenden Wintertage im November und Dezember trübten das Jahresergebnis etwas.

Dazu kamen neue Perlenangebote wie «Töffli-Touren» oder «Gold-Trophy», welche das Gruppengeschäft ankurbelten und teilweise weit über den Erwartungen einschlugen. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass der betriebliche Gesamtumsatz (ohne Liegenschaften) auf CHF 5'160'681.07 anstieg und damit das Vorjahresergebnis um 11% überstieg. Noch eindrücklicher ist die Performance im 5-Jahres-Schnitt, aus der ein Wachstum von 35.7% resultiert. Nach Abzug der Aufwände von CHF 4'463'445.10 wurde ein Cashflow von CHF 697'235.97 erzielt.

Das gute Geschäftsjahr wurde genutzt, um sehr hohe Abschreibungen in der Höhe von CHF 642'328.40 (+ CHF 150’ gegenüber Vorjahr) zu tätigen, sowie noch nicht eingelöste Wertgutscheine aus den letzten fünf Jahren (CHF 78’) zu passivieren. Nach Abzug der Steuern resultiert damit ein Reingewinn von CHF 43'679.85.

Töffli-Touren erwiesen sich als ein absoluter Hit und übertrafen mit über 100 durchgeführten Touren deutlich die Erwartungen. Bild: ZVG / Sportbahnen Atzmännig AG

Keine Dividendenzahlungen und Neuwahl in den Verwaltungsrat

Die Aktionäre haben sämtlichen Wahlempfehlungen des Verwaltungsrates zugestimmt. Darunter fällt auch, dass trotz des guten Geschäftsjahres 2019 keine Dividende ausbezahlt wird. Aufgrund der behördlich umgesetzten Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus und der damit verbundenen Betriebseinstellung bis mindestens zum 8. Juni 2020 ist von einem sehr schwachen Jahr, mit rund 60% Umsatzeinbusse, auszugehen. Entsprechend möchte man die Liquidität so gut wie möglich schützen und verzichtet daher auf die Auszahlung einer Dividende.

Zudem wurde an der Generalversammlung der Verwaltungsrat mit einer zusätzlichen Person ergänzt. Den Wahlvorschlag, den Geschäftsführer, Roger Meier, zusätzlich in den Verwaltungsrat zu wählen, wurde auch von den AktionärInnen gutgeheissen. Ebenfalls wurden sämtliche bisherige Vertreter (Dr. Thomas Lüthy als Präsident, Claudia De Boni als Vizepräsidentin und Mirco Egolf als Mitglied) glanzvoll wiedergewählt.

Ausblick auf die mögliche Weiterentwicklung

Nach einem miserablen Winter, ohne wirklichen Schneesporttag und dem aktuell anhaltenden Betriebsunterbruch während der Hauptsaisonzeit, zeichnet sich ein äusserst schwieriges Betriebsjahr ab. Die Ausfälle von gegen 200 Gruppenanlässen können kaum kompensiert werden und die fehlenden Tagesgäste während den herrlichen Ostertagen und Frühlingsferien reissen ein grosses Umsatzdefizit in die Kasse.

Die Liquidität sollte trotz dieser einschneidenden Ereignisse nicht gefährdet sein. Die Unternehmung hat jedoch anstehende Investitionen, welche nicht dringend notwendig sind, per sofort zurückgestellt.

Mit Ausblick auf den 8. Juni hoffen wir, dass auch die Seilbahnbranche langsam in die Normalität des Tagesbetriebes zurückkehren darf.

Für die Kommunikation geplanter neuer Angebote, ist die Zeit jedoch nicht mehr reif. «Wir möchten uns vorerst auf die Umstellung und Erfüllung der Massnahmenkataloge konzentrieren, um einen möglichst geregelten Betrieb sicherstellen zu können. Anlässlich dieser Massnahmen ist nicht davon auszugehen, dass die Gäste in Scharen den Atzmännig besuchen können. Entsprechend sind Spitzenumsätze mit hohen Frequenzen, in der momentanen Situation schlicht nicht möglich zu erreichen, womit wir die Aufwände gezielt im Lot halten müssen», äussern sich die Verantwortlichen vorsichtig zu den kommenden Monaten.

OM, Sportbahnen Atzmännig AG