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Kultur
11.10.2021

Eindrückliche Ausstellung in Pfäffikon

unMÖGLICH? Über die Kraft unserer Wünsche: Die Ausstellung beginnt am Dienstag, 12. Oktober 21 und dauert bis 20. März 2022
unMÖGLICH? Über die Kraft unserer Wünsche: Die Ausstellung beginnt am Dienstag, 12. Oktober 21 und dauert bis 20. März 2022
Die neue Ausstellung im Vögele Kultur Zentrum in Pfäffikon lädt ein, Grenzen zu durchbrechen und sich mit eigenen und gesellschaftlichen Wünschen und Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Der Start ist morgen Dienstag.

«Für uns als Team ist es endlich Zeit geworden, dass es los geht.» mit diesen Worten eröffnete Stiftungsratspräsidentin Monica Vögele ihre Eröffnungsrede vor den geladenen Medienvertererinnen und -vertreter.

*Endlich geht es los": Monica Vögele, Stiftungsratspräsidentin des Vögele Kulturzentrum in Pfäffikon Bild: Rolf Lutz, Linth24

Zwei Jahre lang wurde an der neuen Ausstellung «unMÖGLICH? Über die Kraft unserer Wünsche» gearbeitet - herausgekommen ist ein fantastisches, eindrückliches Eintauchen in die Welt der Wünsche.

Verantwortlich für die Umsetzung ist Alexandra Köntz, Kuratorin der Ausstellung, «Mutmachen, die eigenen Bedürfnisse ernst nehmen, hinschauen - aber sich auch selber besser kennen lernen und sich immer wieder auf ein Abenteuer einlassen», diese Gedanken standen für Alexandra Köntz bei der Konzipierung der Ausstellung im Vordergrund. Und in der Tat: Die Ausstellung „unMÖGLICH?“im Vögele Kulturzentrum in Pfäffikon lädt ein, Grenzen zu durchbrechen und sich mit eigenen und gesellschaftlichen Wünschen und Bedürfnissen auseinanderzusetzen.

Alexandra Köntz, Kuratorin der Ausstellung. Bild: Rolf Lutz, Linth24

Die Ausstellung ist in vier Bereiche gegliedert, die jeweils einen Aspekt des Themas vertiefen:

Der Wunsch als soziales Bedürfnis
Wünsche beziehen sich auf etwas Zukünftiges, noch nicht Realisiertes. Die Kluft, die sich zwischen Vision und Realität auftut, kann immens gross sein. Auch wenn unsere Anliegen unmöglich oder unerfüllbar scheinen, so sind sie wichtige Triebfedern für unser Handeln. Was zählt, sind unsere tieferliegenden Bedürfnisse, die gestillt werden möchten; wie zum Beispiel Zugehörigkeit, Autonomie, Partnerschaft, Liebe, Gesundheit. Diese Begehren sind ein Ausdruck von Lebenskraft. Wenn wir Träume und Visionen entwickeln und daraus Ziele formulieren, findet eine kraftvolle Zukunftsplanung statt.

Mutmacher oder Schwarzmaler
Setzen wir unsere Wünsche um oder nicht? Dies hängt von unseren kulturellen Prägungen und Mitmenschen ab, die uns unterstützen oder bremsen. Als soziale Wesen sind wir stets im Dialog mit unserem Umfeld. Wohlwollende Begleiter sind daher zentral, ob wir unsere Wünsche umsetzen oder nicht. Den wichtigsten Mutmacher jedoch findet man in sich selbst. Mit positiven Glaubenssätzen etwa stärken wir das Vertrauen in den zukünftigen Lebensweg. Veränderungen fordern folglich Mut. Mut ist lernbar und kann täglich trainiert werden. Mut hilft uns, in Aktion zu kommen und mit unserem Vorhaben zu beginnen.

Wunschmaschine
Wünsche müssen irgendwann einem Realitäts-Check unterzogen werden. Ansonsten bleiben sie Fantasien. Was will man wirklich? Welche Hindernisse muss man überwinden? Techniken wie Vorstellungskraft und Emotionalität können uns unterstützen, Wünsche zu konkretisieren und umzusetzen. Wenn wir uns mit allen Sinnen vor Augen führen, was wir möchten, aber auch was uns im Weg steht, finden wir Lösungswege. Allein die Vorstellung und die Vorfreude auf die Erfüllung eines Wunsches können Glückshormone freisetzen und uns die Kraft zur Umsetzung verleihen.

Visionen: Umsetzen oder loslassen?
Wie soll das Umfeld gestaltet sein, in dem wir leben? Das Individuum und die Gesellschaft brauchen positive Visionen für die Welt von morgen. Jeder Mensch kann mit Mut und kleinen Schritten beginnen, an seiner Vision eines besseren Lebens mitzuwirken. Doch es ist schwierig, alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Ist das überhaupt nötig? Wenn wir uns an unerfüllbaren Wünschen festklammern, kann dies frustrieren. Wir können sogar an der Ausweglosigkeit erkranken. Zu erkennen, dass ein Vorhaben nicht umsetzbar ist – und dieses loszulassen – ist wichtig. Denn nur so bleiben wir gesund.

In der Ausstellung gibt es neben Exponaten auch Stationen, an denen die Besucher selber aktiv werden und das Thema auf unerwartete Weise entdecken können. Zudem haben wir mit zahlreichen Epxerten aus der Wissenschaft Interviews geführt.

Die Ausstellung beginnt am Dienstag, 12. Oktober 21 und dauert bis 20. März 2022

  • Franziska Furter (*1972, Zürich) Mojo, 2012/2021: Schon seit Langem greifen Menschen auf kleine Rituale und Symbole zurück, um der Wunscherfüllung auf die Sprünge zu helfen. Bild: Rolf Lutz, Linth24
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  • MyeongBeom Kim (*1976, Busan) untitled (Balloon Tree) 2009/2021 Bild: Rolf Lutz, Linth24
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unMÖGLICH? Über die Kraft unserer Wünsche
Ausstellung im Vögele Kultur Zentrum, Gwattstrasse 14,
8808 Pfäffikon SZ 
https://www.voegelekultur.ch

Dienstag, 12. Oktober 2021 bis Sonntag, 20. März 2022

Ausstellungsfläche: ca. 1'000 Quadratmeter 
Anzahl Kunstschaffende: 14
Anzahl Objekte: Rund 60 

Beteiligte Kunstschaffende
Anna Graber, Erik Johansson, Florian Graf, Franziska Furter, Jenny Rova, Lorenz Olivier Schmid, Lucia Dellefant, Marc Elsener, MUELLER-DIVJAK (Jeanette Müller, Paul Divjak), MyeongBeom Kim, Nives Widauer, Rafael Sommerhalder, Silja Korn 

Kuratorium 
Alexandra Könz (*1976) studierte Germanistik, Filmwissenschaft und Kunstgeschichte in Zürich und Berlin und promovierte anschliessend zum Erzählen in zeitgenössischer Performancekunst in Zürich und Wien. Seit jeher in Kunst, Kultur und Wirtschaft tätig, setzt sie sich seit Oktober 2019 als Operative Leiterin im Vögele Kultur Zentrum für eine vielfältige Auseinandersetzung mit Gegenwartsthemen ein. 

Rolf Lutz