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Rapperswil-Jona
30.09.2021

Mit der Digitalisierung älter werden

«Oftmals sind die Vorstellungen vom Alter sehr eindimensional oder stereotyp.»
«Oftmals sind die Vorstellungen vom Alter sehr eindimensional oder stereotyp.» Bild: pixabay
Am Internationalen Tag der älteren Menschen informieren VertreterInnen der OST und der kantonalen Fachstelle «Gesundheit im Alter» über das Thema «älter werden in der digitalisierten Welt».

Die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung stehen im Mittelpunkt des Internationalen Tages der älteren Menschen. «Die vierte industrielle Revolution, die durch schnelle digitale Innovation gekennzeichnet ist, hat alle Bereiche der Gesellschaft verändert, einschliesslich der Art und Weise, wie wir leben, arbeiten und miteinander umgehen», heisst es in einem Bericht der UNO. Der technologische Fortschritt habe viele Vorteile gebracht, doch die Hälfte der Weltbevölkerung sei noch immer offline. Häufig davon betroffen seien ältere Menschen. Auch in entwickelten Ländern, so der UN-Bericht.

«Altern und seine Vielfältigkeit»

Das Institut für Altersforschung der OST – Ostschweizer Fachhochschule und die Fachstelle «Gesundheit im Alter» des Kantons St.Gallen nehmen den Internationalen Tag der älteren Menschen zum Anlass, um auf das Thema «Altern und seine Vielfältigkeit» aufmerksam zu machen. «Zum einen werden wir durch einen kleinen Stand gemeinsam mit der kantonalen Fachstelle über bestehende Projekte und Initiativen informieren. Zum anderen möchten wir mit den Menschen auf der Strasse in einen Dialog kommen und ihre ganz persönlichen Bilder einfangen, welche sie mit dem Thema Alter(n) in Verbindung bringen», sagt Sabina Misoch, Leiterin des Instituts für Altersforschung an der OST. «Oftmals sind die Vorstellungen vom Alter sehr eindimensional oder stereotyp. Uns ist es aber wichtig, dass wir durch unsere Initiative an diesem Tag unterschiedliche Bilder zeichnen und diese Diversität später auch in verschiedenen Medienkanälen zeigen können. Denn nur so kann verstanden werden, dass das Alter(n) bunt ist, dass es unterschiedliche Bedürfnisse und Wünsche gibt, wofür wir zukünftig differenzierte Angebote und Lösungen benötigen», so Misoch.

Forschung rund um Fragen des Alters und Alterns

Das Institut für Altersforschung der OST (IAF) befasst sich mit Grundlagen- als auch anwendungsorientierter Forschung rund um Fragen des Alters und Alterns. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels greift das IAF hochaktuelle Themen auf, zu denen nicht zuletzt auch die Bedürfnisse und Herausforderungen älterer Arbeitnehmender sowie der Umgang mit der Digitalisierung innerhalb der älteren Bevölkerung zählen. Durch seine innovativen Projekte, interdisziplinäre Expertise und partizipative Vorgehensweise schafft das IAF relevantes und fundiertes Entscheidungswissen für Institution und Politik und bietet darüber hinaus auch Beratung, Weiterbildungen, Vorträge und Workshops zu den Themen Alter und Altern an.

Stand auf dem Bärenplatz

Am Internationalen Tag der älteren Menschen vom kommenden Freitag, 1. Oktober, ist das IAF gemeinsam mit der kantonalen Fachstelle «Gesundheit im Alter» mit einem Stand auf dem St.Galler Bärenplatz von 9 bis 16 Uhr präsent. Das IAF stellt aktuelle Projekte vor und zeigt, wie beispielsweise Roboter die Altersbetreuung und -pflege verändern werden. Die Fachstelle «Gesundheit im Alter» informiert über das kantonale Aktionsprogramm «in Balance älter werden». Der Stand am Internationalen Tag der älteren Menschen ist für alle Altersgruppen und Generationen gedacht. «Man kann auch einfach auf ein Getränk und Guetzli zu einem Gespräch vorbeikommen, wir freuen uns darauf», sagt OST-Professorin Sabina Misoch.

OST – Ostschweizer Fachhochschule