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Rapperswil-Jona
21.06.2021
21.06.2021 07:08 Uhr

Joner Krebs-Patient hofft auf Therapie in den USA

Lymphdrüsenkrebs-Patient Dario Arquisch möchte sich mit einer neuen Therapie in den USA behandeln lassen.
Lymphdrüsenkrebs-Patient Dario Arquisch möchte sich mit einer neuen Therapie in den USA behandeln lassen. Bild: zVg
Der Joner Dario Arquisch leidet an einer seltenen Krebsart. Seine Hoffnung liegt auf einer Behandlung in Amerika. Nun hat er das Geld dank Crowdfunding gesammelt: CHF 50'000 in nur 2 Tagen.

Es klingt wie in einem Film: Ein Jugendlicher mit einer seltenen Form von Lymphdrüsenkrebs hofft nach erfolglosen Therapieversuchen auf eine neue Behandlungsmethode. Weil diese aber teuer und nur in Amerika zu erhalten ist, ruft er via Crowdfundig zu einer Spendensammlung auf – und kann die erforderlichen 50 000 Franken innert 2 Tagen zusammenbringen. Doch dies ist keine Filmstory, sondern die Geschichte von Dario Arquisch aus Jona. 

Angefangen hatte die Sammelkampagne am Montag auf der Plattform «gofund.me». Und sie läuft weiter. Aktuell beläuft sich der gesammelte Betrag auf rund 61 000 Franken. Am Dienstag postete Dario auf der Sammelplattform, er habe allen Spendern persönlich eine Nachricht geschickt, wolle sich aber auch hier nochmals bei jedem einzelnen bedanken. 

Chemotherapien blieben ohne Erfolg

Im November 2020 wurde bei Dario ein sogenanntes T-Zell-Lymphon – eine Form von Lymphdrüsenkrebs – festgestellt. Verschiedene anschliessend durchgeführte Chemotherapien wie auch eine Stammzellen-Transplantation blieben ohne Erfolg. Darios Hoffnung ist nun eine neuartige CAR-T-Zell-Therapie (Chimeric Antigen Rezeptor-T-Zellen Therapie). Dabei werden aus dem Blut des Patienten zunächst T-Zellen gewonnen. Diese werden gentechnisch so verändert, dass sie chimäre Antigenrezeptoren an ihrer Oberfläche bilden. Dies bedeutet, dass die T-Zellen künstlich auf Krebs abgerichtet werden. 

Beim Universitätsspital Zürich sieht man diese neue Therapieform als die vielversprechendste, um Darios Krebs zu behandeln. Doch diese Therapie gibt es erst als Studie des National Cancer Institute in Bethesda, Maryland USA. Er wisse derzeit nicht, wie lange die Studie dauern werde, schreibt Dario auf der Crowdfunding-Plattform. «Es kommt natürlich auch darauf an, ob es Komplikationen geben wird oder nicht.» Er rechne mit sechs bis acht Wochen.

Jérôme Stern, Linth24