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Rapperswil-Jona
09.06.2021
08.06.2021 18:06 Uhr

«Abfallvolumen ums Zwei- bis Dreifache angestiegen»

Einer der Rapperswiler Littering-Hotspots: der Bereich Seequai-Fischmarktplatz. Bild: Sabine Benecke
Seit Pandemie-Beginn hat in Rapperswil-Jona das Littering generell stark zugenommen: Mehr Abfall wird öffentlich liegen gelassen. Es gibt Hotspots. Doch die Stadt reagiert bereits.

Im Rahmen seiner Littering-Serie betrachtet Linth24 nach Weesen und Schmerikon heute die Lage in Rapperswil-Jona.

Deutlich mehr Abfall an den gleichen Hotspots

Auch in der Rosenstadt lässt sich Littering – das öffentliche Liegenlassen von Abfall – beobachten. Doch in jüngster Zeit ist diese Erscheinung in der Tendenz häufiger aufgetreten.

«Das Littering hat seit Beginn der Pandemie allgemein stark zugenommen, die Hotspots sind dabei aber dieselben geblieben. Die Abfallmenge ist um das zwei- bis dreifache Volumen gestiegen.»
Stefan Bischof, Leiter Fachbereich Tiefbau der Stadt Rapperswil-Jona

Stefan Bischof, Leiter Fachbereich Tiefbau der Stadt Rapperswil-Jona, stellt gegenüber Linth24 folgende Entwicklung bei den Abfallmengen fest: «Das Littering hat seit Beginn der Pandemie allgemein stark zugenommen, die Hotspots sind dabei aber dieselben geblieben. Die Abfallmenge ist um das zwei- bis dreifache Volumen gestiegen.»

Auch bei den öffentlichen Sammelstellen habe sich die Abfallmenge erhöht.

«Neuralgische Stellen sind vor allem die Seepromenade von der Giessi bis Fischmarktplatz, Altstadt und die Liegewiesen bei der Hochschule Ost, bei der Kantonalbank-Arena sowie Busskirch, Stampf und Bollingen.»
Stefan Bischof, Leiter Fachbereich Tiefbau der Stadt Rapperswil-Jona

Die Littering-Hotspots, die Bischof aufzählt, verteilen sich weit über das Stadtgebiet Rapperswil-Jonas. «Die neuralgischen Stellen sind vor allem die Seepromenade von der Giessi bis Fischmarktplatz, Altstadt und die Liegewiesen bei der Hochschule Ost, bei der Kantonalbank-Arena sowie Busskirch, Stampf und Bollingen», so der Fachbereichsleiter Tiefbau.

Bringt vollständige Gastro-Öffnung eine Entspannung?

Was sind aus Bischofs Sicht die Ursachen für das seit der Corona-Pandemie stark angestiegene Littering in Rapperswil-Jonas Stadtgebiet? Der Hauptfaktor dahinter steht für ihn bereits fest.

«Zurückzuführen ist die Zunahme auf die geschlossenen Gastrobetriebe und die zusätzlichen Take-Away-Angebote. Solange die Betriebe geschlossen bleiben, wird sich die Lage kaum beruhigen.»
Stefan Bischof, Leiter Fachbereich Tiefbau der Stadt Rapperswil-Jona

So haben die ersten Sonnentage des Jahres laut Bischof aufgezeigt, dass Restaurantschliessungen und Take-Aways sich deutlich auf die Abfallmengen im öffentlichen Raum auswirken: «Zurückzuführen ist die Zunahme auf die geschlossenen Gastrobetriebe und die zusätzlichen Take-Away-Angebote.» Er prognostiziert: «Solange die Gastrobetriebe geschlossen bleiben, wird sich die Lage kaum beruhigen.»

Die Öffnung der Terrassen habe bislang zu keiner grösseren Entspannung der Situation geführt. Die weitere Entwicklung unter der kürzlich wieder erlaubten Öffnung der Restaurant-Innenräume bleibt abzuwarten.

Mehr Reinigungen, mehr Behälter und Unterflurkübel

Die Stadt Rapperswil-Jona geht die Littering-Problematik bereits auf verschiedenen Ebenen an. Sie hat die Reinigungsintervalle erhöht und lässt die Abfallbehälter an neuralgischen Stellen statt einmal bis zu dreimal täglich entleeren.

Als weitere Massnahme nennt Bischof das Aufstellen einzelner weiterer Behälter im Bereich Seequai. Und in der Garnhänki bei der Fachhochschule OST, nahe dem neuen Steg der Oberseefähre, werden vier neue Unterflurbehälter für Abfall installiert. Diese sollen das zur Verfügung stehende Volumen verfünffachen. Zu guter Letzt könne der Werkdienst auch auf die «tolle und engagierte Unterstützung der Littering-Gruppe der Stadt Rapperswil-Jona» zählen.

Stefan Knobel, Linth24