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Eschenbach
06.06.2021
06.06.2021 16:31 Uhr

Corona-Hotspot Schule Eschenbach

Sowohl Schüler wie auch Lehrer sind von dem jüngsten Ausbruch in Eschenbach betroffen. Schulpräsident Gubelmann nimmt Stellung.
Sowohl Schüler wie auch Lehrer sind von dem jüngsten Ausbruch in Eschenbach betroffen. Schulpräsident Gubelmann nimmt Stellung. Bild: Linth24
In der Schule Eschenbach häufen sich die Corona-Fälle. Wobei es derzeit unklar ist, wie die Ansteckungen geschehen sind. Wie geht es nun weiter? Schulpräsident Gubelmann gibt Auskunft.

Die Schulen in Eschenbach scheinen sich zum einem Corona-Hotspot zu entwickeln, wie verschiedenen Personen Linth24 Meldung erstatteten. Eine betroffene Mutter moniert, dass die Kommunikation von der Schule zu wenig transparent sei. Und laut eines betroffenen Vaters sind derzeit mehr als zehn Schulklassen involviert und rund sieben Lehrpersonen infiziert oder in Quarantäne. Dies sei für Eltern, Kinder wie auch für die Schule keine einfache Zeit und alle hoffen, dass der Ausbruch eingedämmt werden könne. 

Schulpräsident Reto Gubelmann kann diese Zahlen nicht vollumfänglich bestätigen. In der aktuellen Woche Schulpräsident seien in den Eschenbacher Primarklassen acht durch CPR- Tests bestätigte Coronavirus-Infektionen festgestellt worden. Bei den Lehrpersonen seien ebenfalls Corona-Fälle vorgekommen.

Schnellstmöglich reagiert

Gubelmann hält fest, dass die Schule so schnell wie möglich reagiert habe. «Nach den ersten Meldungen von Eltern und dem Contact-Tracing wurden durch die kantonalen Stellen Tests durchgeführt. Vor und nach den Testungen haben wir die betroffenen Klassen und deren Eltern informiert.» Die aktuelle Lage könne man auf der Homepage der Schulen Eschenbach verfolgen.

Gesamthaft gehen in Eschenbach rund 1'200 Kinder zur Schule oder in den Kindergarten. Welchen Grund vermutet der Schulpräsident hinter den aktuellen Infektionen? Er denke, dass durch die langen Wochenende an Pfingsten und Auffahrt mehr Menschen näher zusammengekommen seien. So habe sich das Virus gut ausbreiten können. «Aber wir können nicht ausschliessen, dass es in den letzten Wochen auch an der Schule zu Ansteckungen gekommen ist.»

Kein hundertprozentiger Schutz

Man habe in den Schulhäusern, wo zwei bis drei Kinder gemäss Selbsttests COVID-positiv waren, klassenweise Spucktests durchgeführt. Sobald ein Kind positiv getestet wurde oder Symptome aufweist, müsse es zuhause bleiben. Auch die ganze Familie müsse sich dann in Quarantäne begeben, sagt der Schulpräsident. 

Wie soll es punkto Corona an der Schule Eschenbach weitergehen? Laut Gubelmann verlässt man sich dabei auf die Beratung durch die Kantonalen Fachstellen und hat dabei relativ wenig Handlungsspielraum. Einen hundertprozentigen Schutz werde es nie geben. «Entsprechend müssen wir wohl alle lernen mit einem Restrisiko zu leben. Wenn möglich wollen wir den Schulbetrieb aufrechterhalten. Dies besagt auch die kantonale Strategie. Wenn das nicht mehr geht, wechseln wir auf Fernunterricht.»

Jetzt habe man an einem Schulzentrum eine Häufung, die es bestmöglich einzudämmen gelte. Dabei stehe die Gesundheit der Kinder und deren Familien klar im Zentrum. Zugleich sei es für die Schülerinnen und Schüler wichtig, sobald als möglich wieder zu einem weitgehend regulären Schulalltag zurückzukehren.

Jérôme Stern, Linth24