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Sport
07.06.2021
07.06.2021 09:14 Uhr

Kamerateams auf Motorrädern und in Helikoptern

Die Fahrer an der Tour de Suisse werden von Kamerateams auf dem Motorrad begleitet.
Die Fahrer an der Tour de Suisse werden von Kamerateams auf dem Motorrad begleitet. Bild: zVg
Am Montag, 7. Juni fahren die Teilnehmer der Tour de Suisse durch Gommiswald, Etappenziel ist Lachen. Was bedeutet das für die Gemeinde, wenn die Zuschauer aufgerufen sind, das Radrennen am TV zu schauen?

Während der zweiten Etappe von Neuhausen am Rhein nach Lachen fährt die Tour de Suisse am Montag, 7. Juni auch durch Gommiswald. Stefan Naef, Projektmanager bei Einsiedeln Ybrig Zürichsee, erklärt, weshalb die Durchfahrt für eine Gemeinde wie Gommiswald wichtig ist: «Bei der Live-Übertragung kann sich ein Ort von der besten Seite präsentieren. Wobei diese Sendung heuer länger als sonst dauert.» Weil die Organisatoren wegen Corona keine Zuschauer anlocken wollen, wird die Übertragung heuer von normalerweise 90 Minuten auf 120 Minuten ausgedehnt. 

Klar ist, dass das Fernsehen SRFzwei bei solchen Übertragungen einigen Aufwand betreibt. So kommen in und über Gommiswald Kamerateams auf Motorrädern und in Helikoptern zum Einsatz. Diese Kameras würden jeweils auch die Gemeinden und die Region präsentieren. 

Projetmanager Stefan Naef (Mitte, mit blauem Shirt) freut sich, dass die Tour heuer wieder stattfinden darf. Bild: zVg

Laut Naef ist der touristische Wert der Sendung nicht zu unterschätzen, zumal die Kameras auch die Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten einfangen. «Und dieses Live-Signal wird in 110 Länder ausgestrahlt.» Ankunftsort dieser Etappe ist Lachen, was für diese Gemeinde einigen Prestige bedeutet. Wobei der Ort schon für die letztjährige Tour de Suisse eingeplant gewesen war, welche bekanntlich wegen Corona ins Wasser fiel. 

Abgesehen von der öffentlichkeitswirksamen Fernsehübertragung bringt die Tour auch einen handfesten Mehrwert in Form von Logiernächten. Naef: «Dieses Jahr bringen alleine die Teams mit Fahrern und Staff rund 650 Übernachtungen. Falls der nächste Etappenort in der Nähe liegt, bleiben die Teams auch zwei Nächte.»

Die Strecke der zweiten Tour de Suisse-Etappe ist auch touristisch interessant. Bild: zVg

Nun ist die Tour de Suisse der erste grosse Event in der Region, der nach den zahllosen Absagen aufgrund von Corona wieder stattfinden kann. «Wir sind froh, dass jetzt ein bisschen Normalität zurückkehrt», sagt Naef. Wobei man sehr darauf bedacht sei, das Schutzkonzept umzusetzen. Deshalb sei der ganze Start- und Zielbereich für Zuschauer abgesperrt. Tatsächlich rufen die Organisatoren die Fans und Zuschauer dazu auf, die Tour de Suisse, die am 6. Juni gestartet ist und noch bis zum 13. Juni dauert, dieses Jahr live am TV zu verfolgen. 

Jérôme Stern, Linth24