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Gesundheit
16.05.2021
17.05.2021 10:18 Uhr

Vom BAG erlaubt! 10-Jährige dürfen ohne Erlaubnis impfen

Die subtile Absicht des BAG: Man brauche die Einwilligung der Eltern nicht, um Kinder und Jugendliche zu impfen. Bild: Colourbox.de
Für medizinische Eingriffe an Kindern und Jugendlichen war es bisher selbstverständlich, dass Eltern zuerst ihre Zustimmung geben. Das BAG will dies für die Covid-19 Impfung umgehen.

Anfang Mai verschickte das Eidgenössische Departement der Innern eine Information zur Covid-19 Impfung. Auszug aus diesem BAG-Dokument: «Für die Impfung von 16-18-Jährigen braucht es demnach keine Einwilligung der Eltern oder Erziehungsberechtigten. Selbst wenn die zu impfende Person unter 16-jährig ist, kann sie unabhängig vom Einverständnis der Eltern oder Erziehungsberechtigten einer Impfung zustimmen, sofern sie als urteilsfähig gilt.»

10-Jährige dürfen ohne Eltern-Erlaubnis impfen

Wie bitte? Wer das ganze BAG-Dokument liest, erfährt darin, dass sogar bereits 10-Jährige selber bestimmen können, ob sie geimpft werden sollen oder nicht. Sie dürften also theoretisch ohne Erlaubnis der Eltern beim Arzt – wenn sich einer finden lässt, der das macht! – einen Termin vereinbaren und gegen Covid-19 geimpft werden. Wieso das denn?

Gut informierte 10-Jährige?

Ins gleiche Horn stösst Regina Aebi-Müller, Jus-Professorin der Uni Luzern auf Anfrage von 20 Minuten: Bei einer Covid-19-Impfung, die als sehr nebenwirkungsarm gelten muss, um in der Schweiz zugelassen zu werden, sei die Urteilsfähigkeit bereits gut informierten zehnjährigen Kindern – oder sogar noch jüngeren. Sie unterstützt damit den Versuch des BAG, die Fürsorgepflicht der Eltern zu umgehen, um bereits Kindern ab 10 Jahren Impfstoffen zu verabreichen, deren Einsatz noch in der Explorationsphase steckt.

Adressaten des Dokuments sind die Gesundheitsdirektoren-Konferenz GDK, die Vereinigung der Kantonsärzte und Kantonsärztinnen VKS, die Kantonsapotherkervereinigung KAV, die Kantonalen Führungsorganisationen KFO, Kontakt- und Tracing Stellen SPOCS, Ärztegesellschaften, Berufsverbände Pflege, Zahnärzte, PharmaSuisse und die Verbände der Krankenversicherer. Medien und Öffentlichkeit wurden dabei ausgelassen.

«Das kann nicht wahr sein»

Dabei vergass das BAG wohl, dass in der Bevölkerung nicht mehr alle stramm auf der von der Politik befohlenen Route marschieren. So dauerte es nicht lange, bis das Schreiben in der Öffentlichkeit und auf sozialen Medien die Runde machte und Empörung auslöste. Einige Auszüge von Kommentaren auf Facebook: 

  • C. von Arx: «Die Kinder wissen doch gar nicht wie ihnen geschieht. Sie können die Tragweite doch gar nicht abschätzen, die sind doch völlig überfordert mit dieser Entscheidung. Das ist ja schlimmer, als zu DDR Zeiten.»
  • O. Saladin: «Sag mal, haben die nicht alle tassen im schrank?????»
  • H. Kern: «Die Kinder haben davon sicher keine Ahnung. Sie sehen die gegenwärtigen Einschränkungen, von denen sie sicher so bald wie möglich weg wollen.»
  • V. Bertschi: «Das wird ja immer besser. Wie kann man nur?! Ich verstehe diese Welt nicht mehr, das kann nicht wahr sein.»

Der Widerstand

Eltern und Fachleute im Kinderrecht wollen das nicht einfach hinnehmen und formieren sich zum Widerstand gegen dieses Ansinnen. Es geht dabei nicht um Impfung Pro oder Kontra. Das soll schlussendlich jede Familie selbständig entscheiden. Der Widerstand richtet sich gegen die geplante Umgehung der elterlichen Einverständniserklärung.

R.S. (Name der Redaktion bekannt), Anwältin und zuständig für Kinderrechte, sagt: «Die Urteilsfähigkeit eines Jugendlichen ist in Bezug auf eine Entscheidung dieser Tragweite nicht gegeben und müsste bei anderslautender Meinung im dafür vorgesehenen Verfahren zuerst festgestellt werden.» Zu diesem Zweck wurde nun ein Schreiben verfasst, welches den Eltern dienen soll, ihre Interessen und Rechte gegenüber Schulen, Behörden und allen an einer Impfung Beteiligten durchzusetzen:

Kommentar

Als Vater eines Schülers beschäftigt mich das Thema privat und auch in meiner hauptberuflichen Tätigkeit als Therapeut. Erstens: Weshalb lässt das BAG Themen dieser Tragweite an der Öffentlichkeit vorbeiziehen? Zweitens: Weshalb wird nach wie vor immer noch versucht, jegliche sachliche Sichtweise und Diskussionsgrundlage zu berechtigter Kritik gegenüber der ganzen Covid-19-Thematik zu diskreditieren?

Ohne Eltern inakzeptabel
Entscheidungen dieser Tragweite ohne Einbezug der Eltern, die verantwortlich sind und bleiben wollen für ihre Kinder, sind inakzeptabel. Wenn nicht einmal eine Jus-Professorin und ein Teil der Gesundheitsfachleute Risiken, Nebenwirkungen und langfristige Konsequenzen einer Covid-19-Impfung richtig einordnen können, wie sollen Jugendliche ab 10 Jahren dazu fähig sein?

Um das zu können, muss man seine Hausaufgaben erledigen, und dazu sind nicht mal alle Experten fähig: Lektüre von Studien & wissenschaftlichen Arbeiten, Vergleich von öffentlichen und durch Whistleblower publizierte Statistiken & Zahlen, das Lesen und Entschlüsseln von Beipackzetteln pharmazeutischer Präparate (wie Impfstoffe) und persönliche Gespräche mit medizinischen und juristischen Fachleuten im eigenen Umfeld.

Grenze erreicht
Um danach Primarschüler aufzuklären und zu erwarten, dass alles verstanden wird? Oder dass sie sich gar selbst informieren, selbst Schlüsse ziehen und sich kompetent für oder gegen eine Impfung entscheiden? Echt jetzt? Das ist schlimmste Manipulation. Die ganze Situation hat eine Grenze erreicht, die nicht überschritten werden darf. Hier beginnt das persönliche Engagement.

Markus Arnitz, freier Mitarbeiter Linth24, Drogist EFZ, Kinesiopractor®