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Eishockey
03.05.2021
03.05.2021 10:42 Uhr

Das würdige Ende einer grossen Ära

Die Ära Tomlinson beim SCRJ fand letzten Samstag ihr Ende. Lars Morger kommentiert. Bild: Keystone
Mit dem Spiel letzten Samstag geht die Geschichte von Jeff Tomlinson als Trainer der Lakers zu Ende. Der erfolgreiche – wenn nich der erfolgreichste – Coach hinterlässt eine grosse Lücke.
  • Kommentar von Sportredaktor Lars Morger Linth24/Mrach24

Playoff-Halbfinal. Biel und Lugano eliminiert. Zug geärgert. Was die SCRJ Lakers als Qualifikationszehnter in dieser Saison erreicht haben, ist sensationell und unglaublich. Auch im Spiel vom Samstag haben die Rapperswiler dem haushohen Favoriten Zug nochmals alles abverlangt. Die Zuger mussten sich die Finalteilnahme bis zum Schluss hart erarbeiten.

Nicht gegen Zug gescheitert

Meist spricht man nach einer verlorenen Play-off-Serie von Scheitern. Doch die Lakers sind gegen Zug nicht gescheitert. Die Halbfinalserie, in der sie sich erneut von ihrer besten Seite zeigten, war eine Zugabe, nachdem das Ziel Pre-Playoffs erreicht und mit dem Viertel- und Halbfinaleinzug weit übertroffen worden war. Dass dies ein Exploit war, wird von den Klub-Exponenten auch als solcher eingestuft. In Zukunft wird es für die Lakers mit dem neuen Trainer Stefan Hedlund in erster Linie darum gehen, mit den Pre-Playoffs die Saison zu verlängern.

Das Ende einer Ära

Mit der Niederlage am Samstag geht bei den Lakers auch eine Ära zu Ende. Headcoach Jeff Tomlinson verlässt den Klub. Dass er als erfolgreichster Trainer in die Klubgeschichte eingehen wird, hätten wohl nur die grössten Optimisten gehofft. Er übernahm die Mannschaft, als der Klub nach dem Abstieg 2015 in Trümmern am Boden lag. Er baute die Mannschaft geduldig neu auf, entwickelte sie weiter. Und nun verlässt er sechs Jahre später den Verein als Cupsieger, Aufsteiger und Playoff-Halbfinalist.

Riesige Lücke

Tomlinson hinterlässt bei den SCRJ Lakers eine riesige Lücke. Mit ihm verlieren die Lakers nicht nur als Trainer eine grosse Figur, sondern auch menschlich. Der sehr sympathische und redegewandte Coach blieb auch in den Momenten seiner grössten Triumphe stets auf dem Boden, stellte immer die Mannschaft und nie sich selbst in den Vordergrund. Er trug viel dazu bei, dass das Ansehen des Klubs nach den schlimmen Jahren vor dem Abstieg wieder angestiegen ist. Dass er nun mit einer Halbfinal-Qualifikation abtreten kann, hat Tomlinson mehr als verdient. Ein würdiges Ende einer grossen Ära.

Lars Morger, March24/ Linth24