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Rapperswil-Jona
01.04.2021

«Tschau Stau» – Verkehrsproblem fast gelöst

Mit der Fähre und Einbahnverkehr ist man einer Lösung für das Verkehrsproblem sehr nahe, sogar mit geringsten Aufwendungen und Kosten. Bild: Linth24
Jahrzehntelang hat man über die Verkehrssituation in Rapperswil-Jona gestritten. Nun ist man einer Lösung sehr nahe, mit Einbahnverkehr und Fährverkehr soll der Stau gelöst werden, meint Bauchef Christian Leutenegger.

Einen Umfahrungstunnel hat des Rapperswil-Joner Stimmvolk bereits abgelehnt. Auch Brücken, Kreisel usw., sämtliche Lösungsvorschläge zur Entlastung des zunehmenden Verkehrs erlitten Schiffbruch, führten sogar zu einer Abwahl eines Stadtrats, der für die Bauten zuständig war. Doch jetzt steht eine einfache und günstige Lösung kurz vor der Realisierung, bestätigt Bauchef Christian Leutenegger gegenüber Linth24.

Einbahnverkehr durch die Stadt

Ei des Kolumbus ist ein Einbahnverkehr durch die Stadt, welcher das Verkehrsvolumen halbiert. Mit einem Verkehrsfluss in nur eine Richtung dürften die Alte und die Neue Jonastrasse einen Ring bilden, somit wäre bereits einmal der Cityplatz deutlich entlastet. Zürich- und Kreuzstrasse würden einen zweiten Ring bilden, ebenso die Untere Bahnhofstrasse und die Güterstrasse. Obersee- und Rietstrasse wären auch miteinzubeziehen. Die Pläne für eine neue Linienführung der Stadtbusse – wo nötig – sind ebenfalls bereit. Die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland VZO seien einverstanden.

Seedamm-Sperrung in eine Richtung

Herzstück der neuen Verkehrsführung ist eine Teilsperrung des Seedammes. Vorgesehen ist ebenfalls ein Einbahnverkehr, es würde also nur noch den Fahrzeugen die Durchfahrt zugestanden, die stadtauswärts in Richtung Pfäffikon fahren. Ausgenommen sind Fussgänger, Velos und die Fahrzeuge der Blaulichtorganisationen im Notfall. Mit dem Kanton Schwyz sind erste entsprechende Vereinbarungen getroffen worden. Der Feierabend-Stau auf dem Seedamm dürfte damit Geschichte werden.

Neu: Fährverkehr

Zur Kompensation fehlender Kapazitäten wird für den stadteinwärts fahrenden Verkehr eine Alternative organisiert – eine Seefähre. Ab besten ist hier der Weg von Kempraten, an den Inseln Ufenau und Lützelau vorbei nach Pfäffikon. Die Rampen sind in Kürze gebaut und die Anschaffung eins Fährschiffs kostet weniger als eine Million Franken. Hier wären dann zwei Stück nötig. In Zukunft, bei grosser Nachfrage und für die Ostseite, könnte eine zweite Linie in Betrieb genommen, vom Kloster Wurmsbach nach Lachen, führt Leutenegger aus.

Fazit

Oft sind die einfachsten Lösungen die besten. Ein Tunnel würde Milliarden kosten, hätte eine Bauzeit von mehreren Jahren, könnte wiederum an der Urne abgelehnt werden, wer somit kaum realisierbar. Abschliessend muss auch gesagt werden, dass es nicht sicher ist, ob es infolge verschärfter Klimapolitik in Zukunft noch Autos gibt. Da muss man auch schon für das Nachfolgetransportmittel des Autos denken und gegenwärtige Investitionen in den Verkehr gut überlegen und auf Rentabilität prüfen.

Christopher Chandiramani, freier Mitarbeiter Linth24