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Kanton
31.03.2021

Lockerungen in Alters- und Pflegeheimen

Besuchseinschränkungen in Altersheimen werden aufgehoben. Bild: gmx.at
Die Impfkampagne in den Pflegeeinrichtungen konnte Ende März abgeschlossen werden. Die Regierung hat deshalb entschieden, die Besuchseinschränkungen für die Betagten- und Pflegeheime auf den 1. April 2021 aufzuheben.

Nachdem die zweite Welle der Coronapandemie im Oktober 2020 in verschiedenen Betagten- und Pflegeheimen zu Ausbrüchen führte, beschränkte die Regierung die Zahl der  Besucher. Zudem mussten Besuche im Voraus angemeldet werden und bei feststellbaren Symptomen wurde der Einlass verweigert. Die stark geforderten Heime konnten dadurch entlastet werden. In einem weiteren Schritt wurden Besuche grundsätzlich auf die allgemein zugänglichen Räume der Institutionen beschränkt.

Situationsgerechter Umgang mit Einschränkungen

Mit der Durchimpfung hat sich die Ausgangslage verändert. Damit sind die Besuchseinschränkungen in den Betagten- und Pflegeheimen nicht mehr gerechtfertigt. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Verantwortlichen in den Institutionen situationsgerechte und der epidemiologischen Entwicklung angemessene Massnahmen zum Schutz der Bewohnenden treffen.

Der Kanton St.Gallen hat zusammen mit Curaviva St.Gallen, dem Branchenverband der Betagten- und Pflegeheime, und der Geriatrischen Klinik St.Gallen das bestehende Rahmenkonzept zum Umgang mit Besuchen aktualisiert (3-Phasen-Modell vom 26. März 2021; siehe Website). Das Grundlagenpapier äussert sich insbesondere auch zur Frage, inwieweit Bewohner das Areal der Institutionen verlassen können (z.B. für Spaziergänge, persönliche Kommissionen oder Besuche bei Angehörigen). 

Ausreichender Schutz dank Impfungen

Mit der Impfkampagne des Kantons St.Gallen sind die Bewohnenden und das Personal von Betagten- und Pflegeheimen prioritär behandelt worden. Bereits Anfang Januar begannen die ersten mobilen Impfaktionen in den Institutionen und konnten am 25. März 2021 erfolgreich abgeschlossen werden. Neben dem Impfen werden die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln weiter angewendet.

Sie bieten somit einen ausreichenden Schutz, damit Bewohnende von Heimen wieder vermehrt Aussenkontakte pflegen können. Seit rund einem Monat werden die Kosten für repetitive Tests in Betagten- und Pflegeheimen vom Bund übernommen. Dadurch bestehen verbesserte Möglichkeiten, allfällige Infektionen in den Betrieben frühzeitig zu erkennen und gezielte Massnahmen zu treffen.

Linth24/pd