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05.02.2020
05.02.2020 11:53 Uhr

Energie Zürichsee Linth wächst stark

Gaszähler. Foto: Energie Zürichsee Linth
Gaszähler. Foto: Energie Zürichsee Linth
Die Energie Zürichsee Linth EZL erreichte im Geschäftsjahr 2019 den höchsten je erreichten Umsatz. Die Dividende wird um 5% erhöht.

Die Energie Zürichsee Linth EZL konnte das Geschäftsjahr 2019 sehr erfolgreich gestalten. Der erarbeitete Umsatz wurde um 5,7 Mio. auf CHF 59,7 Mio. (+ 11%) gesteigert. Dies entspricht erneut einem Umsatzrekord in der Firmengeschichte. Das Kerngeschäft Vertrieb von Erdgas/Biogas stieg stark an, erneut konnte der Kundenzuwachs deutlich gesteigert werden. Ebenfalls positiv entwickeln sich die neuen Geschäftsfelder. Alle Kunden konnten zu jeder Zeit voll versorgt werden. Der Generalversammlung wird eine Dividende von CHF 55 (VJ: 52.50) pro Aktie vorgeschlagen.

Erdgas/Biogas für Wärme und Prozess

Der Energieabsatz bei Privat-, Gewerbe- und Industriekunden stieg um 1% auf 558,3 Gigawattstunden. Die Jahres-Mittel Temperatur lag 0,4 Grad C unter dem VJ, dies ist insbesondere auf den kühlen Frühling zurückzuführen.

Erneut haben 100 Liegenschaften-Eigentümer mit einer Leistung von 5‘850 Kilowatt (VJ: 4‘100) eine Gas-Heizung in Betrieb genommen. Unser Energieträger Erdgas/Biogas geniesst damit in unserer Gesellschaft weiterhin eine sehr hohe Akzeptanz.

Erdgas/Biogas CNG als Treibstoff plus 5%

2,8 GWh Treibstoff konnten durch die acht EZL-Gas-Tankstellen in R-J, Uznach, Reichenburg, Siebnen, Niederurnen und Netstal an die Mobilitätskunden ausgeliefert werden. Im Jahr 2019 stieg die Anzahl der Neuzulassungen in der Schweiz an Gasfahrzeugen auf einen neuen Rekordwert. So haben auch verschiedene grosse Unternehmen aus ökologischen wie wirtschaftlichen Gründen auf CNG umgestellt.

CNG-Fahrzeuge belasten die Umwelt dank der sauberen Verbrennung deutlich geringer wie Dieseloder Benzin Fahrzeuge und leisten damit einen wichtigen Beitrag fürs Klima. Die Fahrzeughalter sparen zudem bei den Treibstoffkosten 30 Prozent.

Biogasanlage ARA-Obersee in Schmerikon erfolgreich in Betrieb

Im Sommer konnte die erste Biogasanlage im Marktgebiet der EZL erfolgreich ihren Betrieb aufnehmen. Die Termine und die Kosten bei der Erstellung wurden eingehalten, was uns besonders freute. Die Produktion konnte sukzessive gesteigert werden und entspricht schon fast den Planwerten. Erwähnenswert ist die hohe Zuverlässigkeit der Anlage, diese basiert nicht zuletzt auf der guten Zusammenarbeit mit dem Personal der ARA-Obersee.

Fernwärmeverbund Jona / Contracting

Ende April konnten die Erstellungsarbeiten für die Wärmezentrale abgeschlossen werden. Danach wurden diverse Tests gefahren und im Spätsommer konnte wie geplant, das Fernwärmenetz in Jona den Betrieb aufnehmen. Erste Kunden erhalten nun die Wärme ab der ARA Jona. Das Projekt wird weiterentwickelt, zusätzliche Kunden haben Verträge für einen Anschluss unterzeichnet.

Dieses Generationenprojekt ist ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige regionale Energiezukunft im Sinne einer klimafreundlichen Versorgung.

Im Bereich Contracting konnten diverse Projekte offeriert werden. Wir dürfen mit einigen positiven Entscheiden rechnen. Die vorgenommenen personellen Ergänzungen haben unsere Fachkompetenz gestärkt und tragen bereits Früchte.

Dienstleistungen

Die Abteilung Netz/Technik sorgte erneut für einen stabilen Betrieb der gesamten Versorgungsinfrastruktur. Alle Kunden hatten zu jeder Zeit die gewünschte Energiemenge zur Verfügung. Das Arbeitsvolumen bei den Dritt-Aufträgen im Leitungsbau konnte auf hohem Niveau gehalten werden. Die personellen Ressourcen waren erneut sehr gut ausgelastet.

Tochterfirmen erfolgreich unterwegs

Die beiden Tochterfirmen Lampert Heizungen AG (Rapperswil-Jona) und MZ Sanitär + Heizung AG (Lachen), welche umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wärme und Sanitär anbieten, konnten das Umsatzvolumen auf CHF 13,3 Mio. ausbauen. Eines der Unternehmen hatte jedoch mit der Rentabilität zu kämpfen. Dies infolge gewisser struktureller Mängel aber auch durch viele Verschiebungen von Aufträgen. Eine vertiefte Problemanalyse führte zu einer Neuausrichtung des Betriebs. Dabei wurde der Fokus auf das Kostenmanagement und die Effizienz der Prozesse gelegt. Am HLK-Markt (Heizung, Lüftung, Klima) herrscht ein starker Wettbewerb.
Für das laufende Jahr weisen beide Unternehmen sehr gute Auftragsvolumen aus.

Beteiligungen

Die Beteiligungen an den Gesellschaften Erdgas Obersee-Linth Transport EOLT und Erdgas Regio ERAG generieren stabile Erträge. EOLT sorgt für den sicheren Betrieb der Hochdruck-Leitungen. Bei ERAG ist EZL die grösste Aktionärin der neunzehn Energie-Unternehmen umfassenden Aktionariates. Sie beschafft und sichert den kostengünstigen Transport in die lokalen Verteilnetze.

Swiss Farmer Power in Inwil konnte ihre Effizienz bei der Biogasproduktion weiter optimieren. So konnten Biogasmengen infolge guter Witterung auf einen neuen Rekordwert gesteigert werden. Zudem wurde die Wirtschaftlichkeit mit weiteren Optimierungsmassnahmen nochmals ausgebaut.

Umsatzrekord

Am Konzernumsatz von 59,7 Mio. ist die EZL mit 46,4 Mio. (78%) des Umsatzes unverändert das Schwergewicht innerhalb der Gruppe. Die verbleibenden 13,3 Mio. (22% - VJ 22%) werden von den beiden Tochtergesellschaften beigesteuert. Mit den erreichten fast 60 Mio. wurde ein neuer Umsatzrekord in der Geschichte der Unternehmung erzielt. Alle Bereiche der Unternehmung konnten ein erfreuliches Umsatzwachstum verzeichnen.

Erfreulich auch, dass sich das operative Ergebnis (EBIT) auf Konzernstufe auf 9,3% verbessert hat. Der Reingewinn bewegt sich mit 4,4 Mio. leicht über Vorjahresniveau. Das Eigenkapital konnte gegenüber dem Vorjahr erneut gesteigert werden und macht mit 45,1 Mio. stabile 67% der Bilanzsumme aus.

CHF 2‘200‘000 Franken Dividende – plus 5% gegenüber dem Vorjahr

An der anstehenden Generalversammlung vom Donnerstag, 5. März 2020 wird vom Verwaltungsrat eine Dividende von CHF 55 pro Aktie der GV zur Genehmigung beantragt. Dies ist eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr von 5%.

Verwaltungsrat mit einer Mutation

Für die nächste Generalversammlung ist eine Mutation vorgesehen. Daniel Althaus hat infolge starker beruflicher Belastung seinen Rücktritt angekündigt, er gehörte dem VR seit 2014 an. Neu wird die versierte Unternehmerin Franziska Tschudi Sauber der GV zur Wahl in den VR vorgeschlagen. Das Aktionariat bleibt mit den beiden Hauptaktionären Stadt Rapperswil-Jona (36,74%) und CS Anlagestiftung (33.75%) stabil. Die beiden Grossaktionäre verfügen über knapp 70% der ausgegebenen Aktien. Die restlichen Aktien werden von ca. 810 Aktionären gehalten.

Ausblick 2020 – guter Start

EZL ist erfolgreich ins neue Geschäftsjahr gestartet. Trotz des eher milden Winterstarts halten sich die Absatzzahlen auf gutem Niveau. Auch im 1. Quartal haben wieder eine grosse Anzahl Hauseigentümer eine Gasheizung in Betrieb genommen.

Die Fokussierung auf die duale Strategie: Pflege und Ausbau des Stammmarkts „Erdgas/Biogas“, neue Kundinnen und Kunden gewinnen und gleichzeitig die neuen Geschäftsfelder Contracting, Betriebsführung für Versorgungsanlagen und Mobilität weiter entwickeln, bietet weiterhin viel Potential.

Ebenso soll der klare Fokus auf ein konsequentes Kostenmanagement die Basis für ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2020 bieten

OM